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Hamster gegen Islam

In Erfurt wird mal wieder das Abendland gerettet. Ein Minarett von acht Metern Höhe und die dazugehörige Moschee stellen eine Gefahr dar, gegen die sich die AfD dankenswerterweise stellt. ckz1

Moschee und Minarett in Erfurt-Marbach sind zwar noch lange nicht gebaut, aber die AfD stellt sich vorausschauend gegen Gefahren, die irgendwann mal drohen könnten. Vorausschauende Politik nennt man das. Als sich neulich der Thüringer Landtag mit einer von der AfD angeleierten Petition gegen die Moschee befasste, wurde die Gefahr wieder sehr gegenwärtig.

Die meisten Gefahren, die von dem Gotteshaus der Ahmadiyya-Gemeinde ausgehen sollen, hat Landeschef Björn Höcke schon des Öfteren von den Domstufen gepredigt (Bomben, Feuer, Vollschleier, unverständliche Gebetsrufe, ortsunüblicher Islam-Prunk, Massen von Pilgern, Mekka in Marbach, Brauchtumsverlust und Kirchenentwöhnung).

Aber die AfD wäre nicht die AfD, wenn sie nicht noch eine Überraschung im Hut hätte.

Und siehe da, eine neue Gefahr. Diesmal für den Feldhamster. Das schützenswerte Wildtier wohnt auch in Marbach, und zwar gern. Es geht dort regelmäßig essen bei Saatzucht Rose. Die Marbacher Hamsterpopulation wäre zutiefst verwirrt von verschleierten Pilgerinnen, meinen die Moschee-Gegner.

Gern hätten wir die Hamster selbst danach befragt. Die haben aber gerade Winterschlaf.