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Gunzenhauser-Museum wird 2005 eröffnet

Chemnitz.. Das „Museum Gunzenhauser“ in Chemnitz soll 2005 eröffnet werden. Das teilte die Stadtverwaltung gestern mit.

Am Vortag war der Vertrag über die Stiftung der bedeutenden Kunstsammlung des Münchner Galeristen Alfred Gunzenhauser in der bayerischen Landeshauptstadt paraphiert worden. Die Sammlung umfasst etwa 2300 Werke vorrangig expressionistischer Kunst. Chemnitz stellt dem 77 Jahre alten Gunzenhauser für die Präsentation seiner Sammlung, die als eine der bedeutendsten Privatsammlungen in Deutschland gilt, ein eigenes Haus zur Verfügung.
Oberbürgermeister Peter Seifert (SPD) sagte nach seiner Rückkehr aus München: "Ich bin glücklich, dass damit alle Weichen für das Museum Gunzenhauser in Chemnitz gestellt sind und dass Chemnitz trotz massiver Bemühungen anderer Städte bis zum letzten Tag das Rennen gemacht hat." Um die Kunstsammlung hatten sich unter anderem auch Dresden und Leipzig bemüht.
Leipzig erwies sich als fairer Verlierer: Kulturdezernent Georg Girardet sagte der dpa: "Herr Gunzenhauser hat sich nun entschieden - Gratulation nach Chemnitz." Parallel zu Chemnitz habe auch Leipzig ein sehr attraktives Angebot unterbreitet. Die Messestadt hatte dem Kunstsammler drei große Räume im neuen Bildermuseum angeboten, das derzeit in der Innenstadt gebaut wird.
Die Sammlung Gunzenhauser umfasst Werke unter anderen von Künstlern wie Otto Dix, Max Beckmann, Edvard Munch, Lovis Corinth, Conrad Felixmüller, Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl-Schmidt Rottluff und Gerhard Altenbourg.
Das "Museum Gunzenhauser" soll in dem zwischen 1928 und 1930 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichteten ehemaligen Sparkassengebäude ihr Domizil finden. Der Chemnitzer Stadtrat hatte am 7. Mai dieses Jahres der 5,7 Millionen Euro teuren Sanierung des Hauses zugestimmt. (dpa/bra)