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| 01:34 Uhr

Grüne OB-Kandidatin mahnt zum Handeln im Brückenstreit

Dresden.. Im Streit über den Bau der Waldschlösschenbrücke im Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal hat die grüne Oberbürgermeister-Kandidatin Eva Jähnigen die Landes-SPD zum Handeln aufgefordert.

"Wenn jetzt nicht ein Wunder passiert, ist der Welterbetitel für Dresden weg", mahnte sie gestern in einer Erklärung. Sie forderte die SPD auf, die Blockade des Bürgerentscheids "zum Lackmustest" einer Wahl des neuen Ministerpräsidenten morgen im Landtag zu machen und "damit der Unesco ein deutliches Signal zu vermitteln".
Das Wegtauchen der SPD in dieser Frage sei mehr als enttäuschend. Während sie im OB-Wahlkampf für den Erhalt des Welterbetitels werbe, sei sie auf Landesebene nicht bereit, das Thema auf die Agenda der von ihr mitgeführten Koalitionsregierung zu setzen, kritisierte Jähnigen. "Bleibt die SPD bei ihrer Stillhaltepolitik, nimmt sie die Aberkennung des Welterbetitels stillschweigend in Kauf."
Die Unesco will den Welterbe-Titel aberkennen, wenn die Waldschlösschenbrücke wie geplant weiter gebaut wird. Im Februar 2005 hatte eine Mehrheit für den Brückenbau gestimmt. Das Dresdner Regierungspräsidium als kommunale Aufsichtsbehörde prüft derzeit ein neues Bürgerbegehren für einen Elbtunnel als Alternative. Am Dresdner Verwaltungsgericht sind zudem noch elf Verfahren gegen die Brücke anhängig. Über die Klagen dreier Naturschutzverbände soll am 19. Juni entschieden werden. Sie machen den Schutz der bedrohten Fledermausart Kleine Hufeisennase geltend. (dpa/ta)