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| 10:54 Uhr

Großeinsatz gegen Diebes- und Hehlerbande

Polizeifahrzeuge stehen am 18.01.2017 bei einem Großeinsatz gegen eine internationale mutmaßliche Diebesbande vor einem Wohn- und Geschäftshaus in Dresden (Sachsen). Mehr als 30 Objekte wurden durchsucht. Die Bundespolizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und wurde dabei von Beamten der Zollfahndung und des sächsischen Landeskriminalamtes unterstützt. Insgesamt seien gut 600 Beamte an dem Einsatz beteiligt.
Polizeifahrzeuge stehen am 18.01.2017 bei einem Großeinsatz gegen eine internationale mutmaßliche Diebesbande vor einem Wohn- und Geschäftshaus in Dresden (Sachsen). Mehr als 30 Objekte wurden durchsucht. Die Bundespolizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und wurde dabei von Beamten der Zollfahndung und des sächsischen Landeskriminalamtes unterstützt. Insgesamt seien gut 600 Beamte an dem Einsatz beteiligt. FOTO: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)
Dresden. Sie sollen Babynahrung, Schnaps, Kaffee und Zigaretten im großen Stil gestohlen und dann gut organisiert verkauft haben. Hunderte Beamten sind gegen eine internale Diebes- und Hehlerbande im Einsatz. dpa

Mit einer Großrazzia und Hunderten Beamten ist die Bundespolizei in Sachsen und Sachsen-Anhalt am Mittwochmorgen gegen eine internationale Diebes- und Hehlerbande vorgegangen. 31 Objekte wurden zunächst durchsucht, vor allem in Großraum Dresden, unter anderem aber auch in Leipzig, Freiberg, Striegistal und Halle. Die Aktion dauerte am Vormittag noch an, wie der Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, Christian Meinhold, sagte. 15 Haftbefehle seien vollstreckt worden. Durchsucht würden Wohnungen und Gewerberäume, außerdem auch mehrere Asylbewerberunterkünfte.

Den Verdächtigen, bei denen es sich um Georgier und Vietnamesen handele, werde schwerer Bandendiebstahl und Bandenhehlerei vorgeworfen. Die Osteuropäer hätten den Ermittlungen zufolge vor allem Babynahrung, Spirituosen, Kaffee, Tabak und Pistazien gestohlen, die dann über Geschäfte und Läden der Asiaten verkauft worden seien, hieß es. Auch im benachbarten Ausland sei das Diebesgut verkauft worden, sagte Meinhold.

Die Bundespolizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und wurde von Beamten der Zollfahndung und des sächsischen Landeskriminalamtes unterstützt. Insgesamt seien gut 600 Beamte an dem Einsatz beteiligt, sagte Meinhold. Es sei umfangreiches Beweismaterial gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Dresden führt die Ermittlungen.

Der Großeinsatz sei Ergebnis monatelanger Untersuchungen. Bereits seit Dezember müssen sich acht Georgier vor dem Landgericht Dresden wegen Bandendiebstahls verantworten. Es handele sich um Mitglieder derselben Bande, sagte Meinhold. „Das ist jetzt der Schlag gegen die nächste Ebene.“