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| 12:14 Uhr

April-Scherz der sächsischen Polizei
Die Pappe ist zurück: Görlitzer Polizei fährt wieder Trabant

Eine Streife des Polizeireviers Görlitz hat am Donnerstag einen reaktivierten Trabant 601 übernommen und wird es in den kommenden Wochen erproben. Das Auto soll dort zum Einsatz kommen, wo die modernen Funkstreifenwagen zu breit und zu schwer sind, etwa in den engen Görlitzer Altstadtgassen.
Eine Streife des Polizeireviers Görlitz hat am Donnerstag einen reaktivierten Trabant 601 übernommen und wird es in den kommenden Wochen erproben. Das Auto soll dort zum Einsatz kommen, wo die modernen Funkstreifenwagen zu breit und zu schwer sind, etwa in den engen Görlitzer Altstadtgassen. FOTO: PD Görlitz
Görlitz. Die Polizeidirektion Görlitz hat mit einem April-Scherz ein „Pilotprojekt gestartet“. Ein in den Ruhestand entlassener Funkstreifenwagen vom Typ Trabant 601 sollte demnach, ergänzend zur Elektromobilflotte der Bürgerpolizisten, im Tagesgeschäft eingesetzt werden. Die Idee klang glaubhaft und schien eigentlich ganz genial zu sein.

Die Polizeidirektion Görlitz reagiert mit der Wiederbelebung des Trabants für den täglichen Einsatz auf die besonderen Erfordernisse enger Altstadtgassen, wie sie beispielsweise in Görlitz, Zittau oder Bautzen zu finden sind. Auch ein Einsatz im ländlichen Raum der Landkreise Bautzen und Görlitz soll erprobt werden. In einem Feldversuch hat sich gezeigt, dass die schmalen und oft nur mit leichten Fahrzeugen zu befahrenden Kreisstraßen in der Region nur bedingt für den Einsatz der modernen, interaktiven aber schweren Fahrzeugflotte der sächsischen Polizei geeignet sind.

„Der Trabant 601 zeichnet sich durch Spritzigkeit, gute Kurveneigenschaften, ein geringes Gewicht, Belastbarkeit und Wartungsarmut aus. Das Fahrzeug erscheint nahezu ideal, um sich auf engen und schmalen Wegen zügig bewegen zu können“, sagt Polizeipräsident Torsten Schultze.

Im Zuge der Erprobung des Coupés wird das Fahrzeug weiter aufgerüstet. So wird beispielsweise ein leistungsstärkerer und elektrisch unterstützter Motor eingebaut, welcher auch strengste Umweltauflagen erfüllen wird.

Natürlich wird auch die technische Ausstattung des Fahrzeugs den Erfordernissen der Gegenwart angepasst. Die Umrüstung auf die moderne interaktive Funk- und Navigationstechnik sächsischer Streifenwagen wird in den nächsten Wochen erfolgen. Auch die Sicherheitsausstattung wird auf den neusten Stand gebracht.

Wie hoch die Kosten für dieses Pilotprojekt sein werden ist noch nicht ganz klar. Zurzeit wird zum Beispiel noch geprüft, ob eine etwaige Förderungsfähigkeit seitens der Europäischen Union möglich ist.

(pm/lsc)