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Gesundheitswesen fordert Breitband-Ausbau in Sachsen

Dresden. Das sächsische Gesundheitswesen pocht auf mehr Tempo beim Ausbau schneller Internet-Verbindungen. Dieser sind nicht nur eine Voraussetzung für die künftige Telemedizin, sondern werden von Ärzten unter anderem auch für eine rasche Abrechnung ihrer Leistungen benötigt. dpa/rdh

Auch aus Sicht des Wirtschaftsministerium ist der bundesweit drittletzte Platz des Landes beim Breitband-Ausbau "nicht zufriedenstellend". "Neben den drei Ballungszentren, gibt es in Sachsen noch zu viele unterversorgte Kreise und Gemeinden, die den Anschluss nicht verlieren dürfen. Diese Lücken müssen geschlossen werden", heißt es auch dem Ministerium. Dies gehe aber nur im Zusammenspiel mit der Privatwirtschaft. "Die Digitalisierung erfordert eine Kraftanstrengung für alle Beteiligten. Wir als Freistaat unterstützen die Bürgermeister mit unserem Breitbandkompetenzzentrum und viel Geld, damit der digitale Wandel gelingt", sagte Minister Martin Dulig (SPD). Sein Ressort sieht inzwischen einen positiven Trend. Im ersten Förderaufruf des Bundes vor zwei Jahren hätten sich lediglich vier Kommunen aus Sachsen beworben, inzwischen seien es schon mehr als 200.

Nach Umsetzung der bisher geplanten Projekte werde sich die Versorgungsquote voraussichtlich um mehr als 9 Prozentpunkte erhöhen. Derzeit liege sie bei rund 58 Prozent. Dazu kommen noch Gebiete, bei denen die TK-Unternehmen ohne Förderung eigenwirtschaftlich ausbauen.