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| 02:40 Uhr

Geschichte aus 3D-Drucker

Sechs Gemälde werden in der Schau zu ertasten sein.
Sechs Gemälde werden in der Schau zu ertasten sein. FOTO: dpa
Meißen. Mithilfe dreidimensionaler Modelle aus dem 3D-Drucker können Blinde und Sehbehinderte von Samstag an sächsische Geschichte auf der Albrechtsburg in Meissen erleben. Für den speziellen Rundgang wurden sechs Wandgemälde aus den Jahren 1897 bis 1907 plastisch im Format DIN A3 hergestellt, wie die staatliche Schlösserverwaltung am Montag in Meißen mitteilte. dpa/uf

Im Gegensatz zum bisher für Tastmodelle üblichen Schaumdruckverfahren mache 3D-Druck räumliche Ebenen und Details besser erfahrbar. Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) sprach bei der Präsentation von einem Beispiel für ein barrierefreies Angebot im Bereich Museum und Ausstellung. Ihr Haus förderte das landesweit einmalige Projekt mit 42 000 Euro. Schlösserland-Chef Christian Striefler nannte es einen "großen Schritt bei der Vermittlung musealer Inhalte".

Die im 10. Jahrhundert begonnene und im 16. Jahrhundert vollendete spätgotische Burg gilt als Wiege Sachsens. Im Jahr 1089 residierte mit Heinrich I. der erste Wettiner als Markgraf von Meissen dort, 1710 gründete dessen Nachfahre August der Starke in den Mauern Europas erste Porzellanmanufaktur. Seit der Generalrestaurierung 1881 ist die Albrechtsburg ein Museum.