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| 19:27 Uhr

Umweltschutzverbände empört
Gelockerter Wolfabschuss: Sachsens CDU in der Kritik

Zwei Welpen des Großhennersdorfer Rudels (Landkreis Görlitz) sind im Juni in eine Fotofalle getappt. Die CDU Sachsen setzt sich für einen gelockerten Wolfs-Abschuss. Sehr zur Empörung von Nabu und BUND.
Zwei Welpen des Großhennersdorfer Rudels (Landkreis Görlitz) sind im Juni in eine Fotofalle getappt. Die CDU Sachsen setzt sich für einen gelockerten Wolfs-Abschuss. Sehr zur Empörung von Nabu und BUND. FOTO: Lupus Institut
Dresden. Umweltschutzverbände Nabu und BUND sind empört.

Die Naturschutzverbände Nabu und BUND sind empört über eine Online-Kampagne der sächsischen CDU für eine Lockerung des Wolf-Abschusses. Bei der Jagd auf Wählerstimmen nehme die CDU ein lebendes Objekt ins Fadenkreuz, kritisierten die Verbände am Donnerstag. Wölfe stünden unter strengem Schutz und daran müssten Bund und Länder auch in Zukunft festhalten. Die CDU-Kampagne sei Panikmache.

Statt Wölfe zum Abschuss freizugeben, müssten vielmehr die Arbeitsbedingungen für Schäfer verbessert werden und Förderungen für den Bau von Zäunen erhöht werden. Die CDU sammelt online Unterschriften. In der Kampagne fordert sie unter anderem bundeseinheitliche Regelungen für den Umgang mit dem Wolf.

Zudem müssten klare Rechtsgrundlagen für „eine schnelle Umsetzung notwendiger Abschüsse“ her. Mit der zunehmenden Ausbreitung des Wolfes komme es immer wieder zu Rissen von Schafen und anderen Nutztieren. Viele Menschen im ländlichen Raum seien verunsichert und hätten Angst, heißt es zur Begründung der Forderungen. In Deutschland gibt es seit dem Jahr 2000 wieder Wölfe. Derzeit gibt es in Sachsen 17 Rudel und vier Paare. Im benachbarten Sachsen-Anhalt wurden neun Rudel gezählt.

(dpa)