| 02:38 Uhr

Gefahr in der Dämmerung – Wildunfälle häufen sich

Ein totes Reh liegt nach einer Kollision mit einem Auto am Straßenrand.
Ein totes Reh liegt nach einer Kollision mit einem Auto am Straßenrand. FOTO: dpa
Kamenz. Die Zahl der Wildunfälle in Sachsen steigt – und der Herbst bringt neue Gefahren für Autofahrer. 6742 Unfälle mit Wildtieren gab es zwischen Januar und Juli dieses Jahres, teilte das Statistische Landesamt Sachsen mit. dpa/bf

Damit gab es 290 Wildunfälle mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark seien Rehe bei Wildunfällen betroffen, gefolgt von Wildschweinen, sagte Marcel Thomae, Referent des Staatsbetriebs Sachsenforst. Konkrete Gründe für diese Zunahme nannte er nicht. Allerdings steige die Wahrscheinlichkeit von Wildunfällen in Sachsen durch zunehmende Zersiedlung und stärker werdenden Verkehr.

Der Herbst mit den kürzer werdenden Tagen und starkem Straßenverkehr während der Morgen- und Abenddämmerung sei für Autofahrer und Wild besonders gefährlich, warnte Thomae. Zudem falle die Brunftzeit von Wildarten wie Rot- oder Damwild in den Herbst, da seien die Tiere aktiver als sonst. Auch die veränderte Nahrungssuche von Wildschweinen in Folge von abgeernteten Feldern erhöhe das Risiko.