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| 15:07 Uhr

Anschlag
Gedenken an in Dresdner Gericht ermordete Ägypterin

Ein Foto der getöteten Ägypterin Marwa El-Sherbini steht im Juli 2009 vor dem Landgericht in Dresden, wo die  32-jährige Frau 1. Juli  getötet wurde.
Ein Foto der getöteten Ägypterin Marwa El-Sherbini steht im Juli 2009 vor dem Landgericht in Dresden, wo die 32-jährige Frau 1. Juli getötet wurde. FOTO: Norbert Millauer
Dresden.  Dresdner und in der Stadt lebende Muslime haben am Sonntag zum neunten Mal gemeinsam der Ägypterin Marwa El-Sherbini gedacht, die 2009 im Landgericht aus Fremdenhass ermordet worden war. dpa/uf

Mit weißen Rosen auf den Stufen zum Eingang des Gebäudes erinnerten sie an deren Zivilcourage und setzten ein Zeichen gegen Rassismus. Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hatte zuvor aufgerufen, ein Auseinanderdriften der Gesellschaft nicht zuzulassen und sich gegen ein Klima von Hass und Angst zu wehren. Heute lädt die sächsische Justiz zum stillen Gedenken ins Landgericht.

Marwa El-Sherbini, eine Pharmazeutin, war mit ihrem Mann, einem Genforscher, nach Dresden gekommen. Die Mutter eines kleinen Sohnes hatte einen Russlanddeutschen wegen Beleidigung auf einem Spielplatz angezeigt. Im Berufungsverfahren am 1. Juli 2009 stach der Angeklagte die Schwangere nach ihrer Zeugenaussage nieder. Der Täter wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.