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Gedenkandacht im Bautzner Dom für DDR-Gefangene

Bautzen. In Bautzen ist am Donnerstag an den größten Gefangenenaufstand in der Geschichte des DDR-Strafvollzugs erinnert worden. In einer Gedenkandacht im Dom betonte der evangelische Pfarrer Burkart Pilz, „dass Unrecht nicht einfach ungeschehen zu machen ist“ und „Gewalt nicht einfach vergessen wird“. dpa/uf

Die Stadt Bautzen sei für viele Menschen immer noch ein Synonym für das Unrecht in der DDR-Diktatur, für das Unrecht an Gefangenen, für Gewalt und Angst. Es sei gut, dass es mit der Gedenkstätte auf dem Karnickelberg einen Ort gibt, wo „wir uns der dunklen Seite der Geschichte der Stadt stellen“. Das Erinnern gebe den Opfern die „verlorene Würde zurück, auch wenn viele nicht mehr am Leben sind“. Zur Veranstaltung unter dem Motto „Helft uns und zwar sofort“ am Jahrestag der Niederschlagung zweier Aufstände im Gefängnis Bautzen 1950 hatten neben der Kirchgemeinde die Gedenkstätte in Bautzen und der Opferverein Bautzen-Komitee eingeladen. Pilz kündigte an, künftig an jedem 31. März eine Gedenkandacht im Dom zu veranstalten.