Nachdem zwei erfahrene Taucher am Samstag im Steinbruchsee Wildschütz in Nordsachsen ums Leben gekommen sind, ermittelt die Kriminalpolizei. Bislang sei noch unklar, wie es zu dem Unfall gekommen sei, teilte die Polizei Leipzig am Montag mit.
Die beiden 57 und 69 alten Mitglieder der Wasserwacht aus dem DRK-Kreisverband Brandenburg an der Havel waren gemeinsam mit vier Kollegen in ihrer Freizeit nach Sachsen gefahren, um in dem See zu tauchen. Laut einer Sprecherin des DRK Brandenburg liegen keine Hinweise auf ein Fehlverhalten auf.

Zwei weitere Taucher wurden am Steinbruchsee WIldschütz verletzt

Die beiden Taucher seien professionell eingewiesen worden und mit neuer funktionsfähiger Technik unterwegs gewesen. „Wir alle im DRK Brandenburg sind in tiefer Trauer über das Unglück“, sagte die Sprecherin. Zwei weitere Mitglieder der Wasserwacht seien bei dem Tauchgang verletzt worden.
Insgesamt gab es am Wochenende in Sachsen fünf schwere Badeunfälle. In Dresden konnten Taucher der DLRG am Samstag einen 19-Jährigen nur noch tot aus der Kiesgrube in Zschieren bergen. Zeugen hatten zuvor gesehen, dass der junge Mann im Gewässer untertauchte und nicht wieder an die Oberfläche kam.
In Schneeberg (Erzgebirgskreis) kam am Sonntagnachmittag ein 74 Jahre alter Mann ums Leben. Sein lebloser Körper wurde noch am selben Tag aus dem Wasser geborgen. Zudem wird ein 65-Jähriger vermisst, seit er am Samstagnachmittag zum Schwimmen zur Talsperre Amselbach gefahren war.

Junger Mann bewusstlos aus dem Berzdorfer See gezogen

Am Montagmorgen wurde ein 19-Jähriger bewusstlos aus dem Berzdorfer See bei Görlitz gezogen und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt, weil die Umstände des Unglücks bislang unklar sind.
Bereits am Freitag waren laut der Polizeidirektion Görlitz zwei Männer im Landkreis Bautzen beim Baden ums Leben gekommen. Badegäste zogen einen 80-Jährigen aus dem Olbasee und versuchten erfolglos, ihn zu reanimieren. Auch im Waldbad Niesendorf verunglückte ein 80-Jähriger tödlich.