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Forscher entwickeln neues Bohrverfahren

Freiberg. Blitze statt Meißel: Mit einer neuen Bohrmethode wollen sächsische Wissenschaftler der Tiefengeothermie zum Durchbruch verhelfen. "Bei diesem Verfahren beschießen wir das Gestein mit Blitzen mit einer Spannung von einer halben Million Volt", erläuterte Matthias Reich, Professor für Tiefbohrtechnik, bei der Projektvorstellung am Donnerstag in Freiberg. dpa/kr

Nachdem es in der vergangenen Woche nach zehn Jahren Forschung erstmals erfolgreich in einem richtigen Bohrloch getestet worden sei, plane man nun bis Mitte Oktober diverse Probebohrungen.

Um Erdwärme aus der Tiefe zu gewinnen, werde bislang mit Meißeln gebohrt. Das sei aber aufwendig und teuer und daher wenig interessant für die Industrie. Von ihrem sogenannten "Elektro-Impuls-Verfahren" versprechen sich die Wissenschaftler der Technischen Universitäten Dresden und Freiberg hingegen Einsparungen von 20 bis 25 Prozent.