ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

Fördergesellschaft der Frauenkirche löst sich auf

Dresden.. Nach 15 Jahren löst sich die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche auf.

Mit der Weihe sei der satzungsmäßige Zweck erfüllt, der Verein gehe in Liquidation, sagte Vorsitzender Ludwig Güttler gestern nach der letzten Mitgliederversammlung in Dresden.
Die rund 900 Teilnehmer wählten den Trompeter auch zum Vorsitzenden des neuen Vereins: Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden wurde schon im Juni 2003 gegründet. Sie werde von 2006 an die Stiftung Frauenkirche unterstützen, die als Eigentümerin für den Unterhalt des Gebäudes zuständig ist.
Die Gesellschaft werde die traditionelle weihnachtliche Vesper an der Kirche jeweils am 23. Dezember, das Gedenken am 13. Februar sowie die Frauenkirchen-Festtage gestalten. Geplant seien darüber hinaus Gesprächskonzerte, in denen Musikstücke erklärt würden. "Wir planen zudem am Morgen des Pfingstsonntags ein Singen und Spielen an der Frauenkirche", sagte Güttler. Dabei werbe die Gesellschaft weiter um Spenden.
Die Gesellschaft ging 1990 aus der Bürgerinitiative hervor, die mit dem "Ruf aus Dresden" weltweit um Spenden für den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche bat. Dem Verein gehörten rund 7000 Mitglieder in Deutschland und insgesamt 13 000 weltweit an. Die von ihm erbrachte Spendensumme betrug 35 Millionen Euro. Laut Güttler könnten etwa 15 bis 20 Prozent der Mitglieder in Deutschland für den neuen Verein gewonnen werden. (dpa/kr)