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Flutwand soll an Hochwasser erinnern

Dresden.. Die Elbmetropole gedenkt auf ungewöhnliche Weise des Jahrhunderthochwassers vom August 2002. In einer Straße entsteht derzeit ein 180 Meter langes Aquädukt, auf dem sich Wasser in Höhe des damaligen Pegelstandes befindet.

Die überirdische Wasserrinne soll in der Zeit vom 12. bis zum 17. August an die Katastrophe erinnern, sagte gestern Stefan Mertenskötter vom Umweltzentrum. "Hier soll sich widerspiegeln, was vor einem Jahr passiert ist: So wie damals alle zusammengestanden haben, sollen sie auch jetzt zusammenstehen."
Bürger und Künstler sind aufgerufen, in der Gedenkwoche die insgesamt rund 300 Quadratmeter großen Seitenflächen des Aquädukts selbst zu gestalten. "Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", sagt Mertenskötter. Die Flutwand solle auch ein Dankeschön an die vielen auswärtigen Helfer sein. Gestern war das zeitweilige Denkmal schon auf neun Meter Länge gewachsen. Die Veranstalter - das Umweltzentrum, die Bürgerstiftung und die Kreishandwerkerschaft - sowie die Stadt Dresden - haben schon angekündigt, das Projekt auch in den kommenden Jahren wiederholen zu wollen.
Neben der Flutwand wird in Dresden eine Flutgala auf dem Theaterplatz am 16. August an die Katastrophe vor einem Jahr erinnern. Auch das Stadtfest vom 22. bis zum 24. August soll im Zeichen des Hochwassers stehen. (dpa/bra)