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Erzgebirge lockt mit Blumenpracht

Die 7. Sächsische Landesgartenschau steht unter dem Motto "Blütenträume – Lebensräume".
Die 7. Sächsische Landesgartenschau steht unter dem Motto "Blütenträume – Lebensräume". FOTO: dpa
Zum siebenten Mal lädt eine sächsische Landesgartenschau zum Besuch ein. Die Veranstalter in Oelsnitz/Erzgebirge setzen nicht nur auf farbenprächtige Blumen, sondern auch auf die besonders gesunde Luft. Birgit Zimmermann

Oelsnitz. Blumenbeete, Teichlandschaften und heilende salzhaltige Luft - die Landesgartenschau in Oelsnitz lädt seit diesem Samstag mit verschiedenen Attraktionen ins Erzgebirge ein. Am Eröffnungswochenende seien bei angenehmen Frühlingstemperaturen mehr als 5000 Besucher gekommen, sagte Sprecherin Kristin Jahn. "Das Wetter passt, die Leute sind zufrieden."

Die Schau wurde auf dem rund 15 Hektar großen Areal eines früheren Verladebahnhofs aus der Zeit des Steinkohlebergbaus gestaltet. Sie ist bis zum 11. Oktober geöffnet. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit insgesamt rund 300 000 Besuchern. Zur vorhergehenden Gartenschau 2012 in Löbau kamen rund 480 000 Gäste.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärte zur Eröffnung, mit der Landesgartenschau habe das Erzgebirge einen neuen Anziehungspunkt. Der Freistaat förderte die Gestaltung mit rund 3,9 Millionen Euro. Insgesamt flossen in den Umbau des Kohlebahnhof-Geländes 14 Millionen Euro von Land, EU und Kommune. Er sei sicher, dass Oelsnitz und die Region von der Landesgartenschau profitieren werden, erklärte Tillich.

Auf zusammen etwa 4000 Blumenbeet-Quadratmetern blühen zu dieser Jahreszeit vor allem Hornveilchen, Stiefmütterchen, Tausendschön, Ranunkeln und Tulpen. Die Farben wechseln von Rot und Weiß - den Stadtfarben von Oelsnitz - zu Bordeaux, Blau und Gelb. Mit Attraktionen wie Freilandorchideen, Steingartenpflanzen oder Sonderschauen zum Bonsai und zu Fuchsien wollen die Veranstalter in den nächsten Monaten die Besucher anlocken. Auch eine angrenzende Kleingartenanlage wurde in die Schau einbezogen. Insgesamt wurden auf dem Gelände 366 000 Blumen, Stauden und Bäume neu gepflanzt. In einer Parkanlage lädt eine Teichlandschaft zum Verweilen ein. Vom "Erzgebirgsbalkon" im Gartenbereich können die Besucher wie auf einer Aussichtsplattform den Blick über das Erzgebirgsvorland schweifen lassen. Von dort führen Parterres in eine Teichlandschaft. Eine Besonderheit dieser Landesgartenschau ist ein neu gebautes Gradierwerk. Dort wird salzhaltiges Wasser aus den Hohlräumen des ehemaligen Bergbaus versprüht. Die angereicherte Luft soll nach Angaben der Veranstalter heilende Wirkung entfalten - so wie Meeresluft im Erzgebirge.

In Sachsen werden seit 1996 Landesgartenschauen veranstaltet. Die bisherigen Ausrichter waren Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006), Reichenbach (2009) und Löbau (2012). Die 8. Landesgartenschau wurde an Frankenberg in Mittelsachsen vergeben.

Zum Thema:
Die Landesgartenschau in Oelsnitz/Erzgebirge lädt unter dem Motto "Blütenträume - Lebensräume" zum Besuch ein. Die wichtigstens Zahlen im Überblick:Die Schau ist 170 Tage lang geöffnet - vom 25. April bis zum 11. Oktober.Das Areal rund um einen ehemaligen Verladebahnhof aus der Bergbauzeit im 19. und 20. Jahrhundert ist 15 Hektar groß.Insgesamt werden 366 000 Blumen, Sträucher und Bäume gepflanzt, darunter 125 000 Frühjahrsblüher, 100 000 Blumenzwiebeln, 50 000 Sommerblumen und 3000 Rosen.Während der Landesgartenschau sind mehr als 800 Veranstaltungen geplant.Die Veranstalter rechnen mit 300 000 Besuchern.Der Freistaat Sachsen förderte die Landesgartenschau mit 3,9 Millionen Euro.