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| 16:16 Uhr

Soziologen Joachim Fischer
Soziologe: Dresden ist Hauptstadtder Debattenkultur

Dresden. Dresden ist aus Sicht des Soziologen Joachim Fischer eine „Kulturhauptstadt der bundesrepublikanischen Debatten“. Seit 1989 wurden vier nicht aufeinander rückführbare Diskussionen geführt, stellvertretend für ganz Deutschland, sagte der Honorarprofessor für Soziologie an der TU Dresden den „Dresdner Neuesten Nachrichten“. In der Elbestadt sei erstmals das Thema Wiedervereinigung auf die Tagesordnung gesetzt worden. „Diese Dresdner Debatte 1989/90 hatte ja eine enorme bundesrepublikanische, europäische und internationale Bedeutung.“

Dresden ist aus Sicht des Soziologen Joachim Fischer eine „Kulturhauptstadt der bundesrepublikanischen Debatten“. Seit 1989 wurden vier nicht aufeinander rückführbare Diskussionen geführt, stellvertretend für ganz Deutschland, sagte der Honorarprofessor für Soziologie an der TU Dresden den „Dresdner Neuesten Nachrichten“. In der Elbestadt sei erstmals das Thema Wiedervereinigung auf die Tagesordnung gesetzt worden. „Diese Dresdner Debatte 1989/90 hatte ja eine enorme bundesrepublikanische, europäische und internationale Bedeutung.“

Fischer zählt dazu auch die Diskussionen um den Wiederaufbau der Frauenkirche, die sich zur Rekonstruktivismus-Debatte in deutschen Städten entwickelte, das Gedenken an die Zerstörung der Stadt 1945 stellvertretend für andere Städte sowie das „Doppelphänomen“ Pegida und No-Pegida dazu.

Das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis habe schon 2014 die Fragen des Umgangs mit dem gegenwärtigen Islam und der Steuerung von Migration thematisiert – das seien „echte Probleme der gesamten Bundesrepublik für Generationen“. Das und der Gegenprotest habe viele Bürger auf die Straße gebracht. „Der Konflikt ist der zentrale Motor einer Zivilgesellschaft“, sagte Fischer. Mit der Leidenschaft seiner Einwohner sei Dresden „eine Modellstadt für die funktionierende Zivilgesellschaft.“

(dpa)