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| 01:15 Uhr

Erneute Stasi-Vorwürfe bei Olympia-Förderern

Leipzig.. Die Leipziger Olympia-Bewerbung wird erneut durch Stasi-Vorwürfe belastet.

Hans-Peter Büllesbach, Vorstandsmitglied des Bürger- und Fördervereins "Leipzig für Olympia", war nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (gestrige Ausgabe) in der 80er-Jahren bei der DDR-Staatssicherheit als "IM Klaus Linde" geführt. Büllesbach wollte dazu gestern keine Stellungnahme abgeben, der Vorsitzende des Olympia-Vereins, Lars Bosse, war nicht zu erreichen.
Laut Zeitung soll Büllesbach die Verpflichtungserklärung für die Stasi 1986 unterzeichnet und sich dadurch bereit erklärt haben, dem Ministerium für Staatssicherheit Auskünfte über ausreisewillige Personen weiter zu geben. Geld habe er dafür jedoch nicht bekommen, es sei "eine reine Verwaltungsarbeit" gewesen, zitiert die Zeitung Büllesbach.
Im Zusammenhang mit der Bewerbung Leipzigs für die Spiele 2012 war im vergangenen Herbst der damalige Geschäftsführer der Olympia-Gesellschaft, Dirk Thärichen, mit Stasi-Vorwürfen konfrontiert worden. Er hatte seinen Wehrdienst in der DDR beim Stasi Wachregiment "Feliks Dzierzynski" abgeleistet. (ddp/mb)