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| 18:27 Uhr

Sachsen
Erdrutsch lässt Kirnitzschtalbahn vorerst stillstehen

Bad Schandau. (dpa/bl) Teils heftige Unwetter mit Gewitter und Hagel haben in Sachsen mancherorts für Schlammlawinen und überspülte Straße gesorgt. Im Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz hat es nach Angaben der Feuerwehr mehrere kleinere Erdrutsche gegeben. Von Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa

Auf der Kirnitzschtalstraße habe es etwa Erdmassen und Geröll auf die Straße gespült, sagte der Gemeindewehrleiter der Sebnitzer Feuerwehr am Dienstag. „Derzeit laufen die Aufräumarbeiten.“ Einen größeren Erdrutsch auf einer Länge von etwa 30 bis 50 Metern habe es in der Nähe des Forsthauses im Kirnitzschtal gegeben, hieß es.

Die Kirnitzschtalbahn muss bis voraussichtlich Mittwoch den Betrieb einstellen. „Geröll und Schlamm haben die Gleise überspült“, sagte der Einsatzleiter. Am Mittwoch soll sich eine Baufirma um die Beräumung kümmern. Die historische Bahn wird vor allem von Touristen genutzt und verkehrt seit Ende des 19. Jahrhunderts von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall.

Über Teile Sachsens war am Montagabend ein Gewitter mit Starkregen und Hagel gezogen. Vor allem im Süden Sachsens fielen 30 bis 50 Liter Regen pro Stunde, der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte über Radargeräte Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern. In Aue, Annaberg-Buchholz und Marienberg im Erzgebirgskreis meldete die Polizei mehrere überflutete Straßen. Diese seien zwischenzeitlich nicht passierbar gewesen, hieß es bei der Polizeidirektion in Chemnitz.

In Jöhstadt in der Nähe der tschechischen Grenze brannte ein Dachstuhl – nach ersten Erkenntnissen könnte ein Blitzeinschlag die Ursache sein. Die Bewohner blieben unverletzt, es entstand nach erster Einschätzung aber erheblicher Sachschaden, hieß es. In der Gemeinde Thermalbad Wiesenbach ging infolge des heftigen Regens eine Schlammlawine ab. Ein Haus wurde durch den Schlamm beschädigt. In Weinböhla im Kreis Meißen schlug ein Blitz in ein Haus ein, es kam zu einem Brand, verletzt wurde niemand.