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| 01:27 Uhr

Englische Treppe im Dresdner Schloss wieder begehbar

Dresden. Nach fünfjähriger Bauzeit sind die Arbeiten an der Englischen Treppe im Dresdner Residenzschloss abgeschlossen. „Die beeindruckenden Teile sind die beiden Kamine und das wunderschöne Stuckdeckengewölbe der Treppe“, sagte Finanzminister Georg Unland (CDU) am Montag anlässlich der Wiedereröffnung. ddp/mb

In die aufwendige Rekonstruktion des Treppenganges seien rund vier Millionen Euro investiert worden. Künftig sei "die schönste und wichtigste Treppe im Schloss" wieder ein fester Bestandteil beim Rundgang durch die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen. Die Englische Treppe war durch die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 fast vollständig zerstört worden. 2005 wurde der Treppenraum schrittweise zurückgebaut, und 2006 begann die Errichtung der Treppenkonstruktion. Wände und Decken des Treppenhauses erhielten dabei ihre neobarocke Fassung von 1895 wieder. Zudem wurden die beiden Kamine aus Marmor und Sandstein restauriert. Als Hauptzugang in die einzelnen Ausstellungsbereiche im Schloss soll die Treppe künftig für die Besucher begehbar sein. "Dadurch verbessern wir die Logistik der Ausstellungen und erhöhen die Repräsentation des Schlosses", sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth. Die Treppengang sei "ein weiteres Juwel im Schloss". Die Investitionsausgaben für den Wiederaufbau des Residenzschlosses betrugen nach Angaben des Finanzministeriums bis Ende 2009 rund 250 Millionen Euro. Für 2010 seien weitere 15 Millionen Euro eingeplant. Bis zum Jahr 2013 soll der Ausbau des Schlosses voraussichtlich abgeschlossen sein. Die Englische Treppe wurde als Haupttreppenhaus im Schloss 1692/93 von Johann Georg Starcke errichtet. Ihren Namen verdankte sie einem englischen Gesandten, der 1693 den Hosenbandorden an Johann Georg IV. überreichte. Bei dem großen Schlossbrand von 1701 wurde die Treppe zerstört und ab 1717 nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann wieder hergestellt. ddp/mb