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| 16:15 Uhr

Bau- und Klauboom
Millionenschäden durch Diebstähle am Bau

Auf den Baustellen wird geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist, dadurch entstehen allein in Sachsen Millionenschäden.
Auf den Baustellen wird geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist, dadurch entstehen allein in Sachsen Millionenschäden. FOTO: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Leipzig. Die Baubetriebe in Sachsen beklagen weiterhin hohe Schäden durch Diebstähle. Im Jahr 2017 beliefen sie sich auf etwa 3,45 Millionen Euro, wie der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt mitteilte. Im Vergleich zu 2016 sei das zwar nur ein Zuwachs um knapp ein Prozent. Der tatsächliche Schaden sei allerdings höher, da in der polizeilichen Kriminalstatistik nur der Wert des Diebesgutes registriert werde.

Die Baubetriebe in Sachsen beklagen weiterhin hohe Schäden durch Diebstähle. Im Jahr 2017 beliefen sie sich auf etwa 3,45 Millionen Euro, wie der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt mitteilte. Im Vergleich zu 2016 sei das zwar nur ein Zuwachs um knapp ein Prozent. Der tatsächliche Schaden sei allerdings höher, da in der polizeilichen Kriminalstatistik nur der Wert des Diebesgutes registriert werde.

Nicht berücksichtigt seien beispielsweise Sachschäden an Gebäuden, Ausfallzeiten und Wiederbeschaffungskosten. „Der Gesamtschaden ist deshalb um ein Vielfaches höher und beläuft sich nach Erhebungen des Verbandes allein für das Bauhauptgewerbe auf rund 40 Millionen Euro“, sagte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg.

Es gebe jedoch deutliche regionale Unterschiede, so Momberg. 46,0 Prozent aller registrierten Fälle 2017 im Freistaat entfielen auf den Direktionsbezirk Leipzig und 32,1 Prozent auf die Stadt selbst. In Leipzig wurden 2017 mit 684 registrierten Baustellendiebstählen nicht nur mehr derartige Delikte gezählt als in den Städten Chemnitz (214) und Dresden (289) zusammen. Die Stadt verzeichnete gleichzeitig den mit Abstand stärksten Zuwachs im Vorjahresvergleich (+10,9 Prozent).

Die Aufklärungsquote ist nach den Angaben 2017 erheblich zurückgegangen. Sie sank sachsenweit von 14,5 Prozent im Jahr 2016 auf 12,0 Prozent im Jahr 2017. Sie lag damit 2017 – wie in den Jahren zuvor – erheblich unter der Quote der gelösten Fälle bei den übrigen Diebstahlsdelikten, die sich auf immerhin 30,3 Prozent belief, so Momberg.

Der Verband vertritt die Interessen von 150 Unternehmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 11 000 Beschäftigten.

(dpa)