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Durchwachsener Start in Sachsens Pilzsaison

Leipzig. Maronen und Co. sind derzeit Mangelware in der Natur. Doch Experten machen noch Hoffnung auf volle Körbe. dpa

Die Pilzsaison in Sachsen hat den Sammlern bislang wenig volle Körbe beschert. „Die Ausbeute ist in diesem Jahr wechselhaft und regional sehr unterschiedlich“, sagte Sieglinde Köhler, Kreispilzsachverständige für Mittelsachsen in Striegistal. Erst sei es zu kalt und zu nass gewesen und im Juni habe quasi Hochsommer geherrscht. Für das Wachstum der Pilze sei das nicht ideal gewesen.

Derzeit wüchsen vor allem Champignons und Perlpilze, sagte Köhler. Sie rät Sammlern, nur solche Pilze zu essen, die sie auch gut kennen. Vorsicht sei vor allem bei dem giftigen Pantherpilz mit seinem gerieftem Hutrand geboten. Dieser wachse vor allem auf sandigen Böden und in Kiefernwäldern wie etwa im Norden von Dresden und könne leicht mit dem genießbaren Perlpilz oder dem Grauen Wulstling verwechselt werden.

„Derzeit ist nicht allzu viel los“, sagte auch Peter Welt, Vorsitzender der Pilzfreunde Chemnitz. Vereinzelt gebe es zwar Pilze, doch von vollen Körben könne noch nicht die Rede sein. „Es ist derzeit weitgehend Ruhe im Wald“, sagte Jürgen Hesse, Pilzberater aus dem Landkreis Leipzig.

Doch die Experten machen noch Hoffnung. „Das Pilzwachstum hängt entscheidend von der Feuchtigkeit ab“, sagte Welt. Sammlern bleibe nichts anderes übrig, als auf Regen zu hoffen.

Beim Giftinformationszentrum in Erfurt, das für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist, mehren sich trotzdem die Anfragen. Ernste Fälle von Vergiftungen hat es den Angaben zufolge in diesem Jahr noch nicht gegeben.