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| 10:29 Uhr

Freie Kameradschaft Dresden
Durchsuchungen in rechtsextremer Szene in Dresden

Die Polizei hat zahlreiche Beweismittel sichergestellt.
Die Polizei hat zahlreiche Beweismittel sichergestellt. FOTO: Fotolia
Dresden . Gegen ehemalige Mitglieder der rechtsextremen „Freien Kameradschaft Dresden“ sind in dieser Woche Polizisten in Sachsen vorgegangen. Es gab mehrere Wohnungsdurchsuchungen, wie das Landeskriminalamt am Freitag informierte.

Mitarbeiter des Polizeilichen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrums (PTAZ) haben die Wohnungen zweier ehemaliger Mitglieder der rechtsextremen „Freien Kameradschaft Dresden“ (FKD) durchsucht. Dabei seien unter anderem Mobiltelefone, mögliche Tatkleidung, ein Teleskopschlagstock sowie schriftliche Aufzeichnungen als Beweismittel sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt am Freitag in Dresden mit. Die Durchsuchungen fanden bereits am Mittwoch statt.

Dem einem Wohnungsinhaber werde vorgeworfen, an einem gemeinsam von FKD und der Neonazi-Terrorgruppe „Freital“ durchgeführten Angriff auf das linke Wohnprojekt „Mangelwirtschaft“ in Dresden im Oktober 2015 beteiligt gewesen zu sein. Die Generalsstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und des Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen. Unter anderem wegen dieses Angriffs mit Sprengsätzen und Buttersäure hatte das Oberlandesgericht Dresden vergangene Woche im Freital-Prozess lange Haftstrafen ausgesprochen.

Dem zweiten Beschuldigten wird uneidliche Falschaussage vorgeworfen. Er soll in Prozessen gegen Mitglieder der „Freien Kameradschaft Dresden“, die bei einem Stadtfest im Sommer 2016 Ausländer angegriffen hatten, als Zeuge die Unwahrheit gesagt haben. Der Mann war bei dem Stadtfest als Sicherheitsdienst-Mitarbeiter im Einsatz.

(dpa/bob)