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Dresdner Stadtkern "beräumt": Keller und andere Funde

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Binz. Bei einer Grabung am Dresdner Altmarkt haben Archäologen seit Februar weitere zahlreiche Keller freigelegt. Auf dem rund 2000 Quadratmeter großen, vor der Bebauung stehenden Grundstück, stießen sie dabei auch auf unterirdische Räume des einstigen Pfarrwitwenhauses aus dem 16. Jahrhundert, wie Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie Ende vergangener Woche sagte. dpa/uf

"Interessant ist, dass alle Bauphasen seit der Errichtung im Spätmittelalter bis zur Luftschutzeinrichtung im Zweiten Weltkrieg ablesbar sind." Der Pfarrwitwenhaus-Keller soll teilweise in den Neubau integriert werden.

Die Archäologen fanden neben Bauschutt, mit dem die Keller der kriegszerstörten Häuser bei der "Enttrümmerung" nach 1945 verfüllt wurden, auch eine Registrierkasse und eine Werbetafel für Edelweiss-Käse sowie Schlupflöcher. Mit der nun letzten Grabung im "mittelalterlichen" Dresden "ist der alte Stadtkern archäologisch beräumt", sagte Westphalen. Nun warte der "gewaltige" Fundus an Dokumenten und Fotos darauf, erschlossen zu werden.