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Kultur
Dresdner Philharmonie tourt nach Süd und Ost

Dresden. Die Dresdner Philharmonie stellt die letzte Spielzeit unter Leitung ihres Chefdirigenten Michael Sanderling unter das Motto „Musik Welt Sprache“ und wird dabei auch weltweit zu erleben sein. Im September gehe es nach Brasilien, Argentinien und Chile, im Sommer 2019 nach Japan und Südkorea, teilte das Orchester am Mittwoch mit. Auch in Köln, Budapest und Warschau sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sind Auftritte geplant. dpa

Ein wenig Wehmut über den für Sommer 2019 geplanten Abgang von Sanderling schwang am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Saison bereits mit. Er werde 40 Konzerte mit 18 Werken in 16 Städten auf drei Kontinenten geben, sagte der 51-Jährige: „Ich finde, das kann man schon als großen Ritt bezeichnen.“ Sanderling verbindet nach eigenem Bekunden mit Dresden glückliche Erinnerungen. Er hatte sein Amt hier 2011 angetreten.

Bis zum Finale wollen Dirigent und Orchester auch ihren Beethoven- Schostakowitsch-Zyklus auf CD vollenden. Ludwig van Beethoven steht dabei als erster der „Großen Sinfoniker“ im Fokus, Dmitri Schostakowitsch als wohl letzter der Gattung. Bei dem Zyklus kombiniert Sanderling Beethoven-Sinfonien mit denen von Schostakowitsch. 18 Werke sind bereits eingespielt, sechs stehen noch aus.

In seiner 148. Spielzeit musiziert das Orchester von Dresden erneut mit namhaften Interpreten. Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say trägt den Titel „Composer in Residence“ und schreibt ein Stück für die Saisoneröffnung am 25. August. Der Geiger Christian Tetzlaff ist „Artist in Residence“.