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| 18:49 Uhr

Niedrigwasser
Dresdner Dampferparade klappt

Das ausgetrocknete Flussbett am Ufer der Elbe vor der Kulisse der Dresdener Altstadt. Aufgrund des anhaltend trockenen Wetters beträgt der Pegelstand in Dresden aktuell nur 56 Zentimeter.
Das ausgetrocknete Flussbett am Ufer der Elbe vor der Kulisse der Dresdener Altstadt. Aufgrund des anhaltend trockenen Wetters beträgt der Pegelstand in Dresden aktuell nur 56 Zentimeter. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Dresden. Wegen der Dürre führt die Elbe in Sachsen so wenig Wasser wie seit Jahren nicht. Eine Folge: Die Frachtschiffe fahren seit Wochen nicht. Für das Wochenende gibt es aber eine gute Nachricht.

Eher Flüsschen als Fluss: Der Wasserpegel der Elbe ist in Sachsen mit 60 Zentimetern am Mittwoch weiter extrem niedrig. Trotzdem kann am Wochenende in Dresden beim traditionellen Dampfschifffest die Dampferparade starten. „Wir haben in Tschechien eine Welle bestellt“, sagte Robert Rausch von der Sächsischen Dampfschiffahrt am Mittwoch. Lassen die Behörden in Tschechien aus ihren Rückhaltebecken Wasser ab, kann dadurch kurzfristig der Pegel in der Landeshauptstadt erhöht werden. Bei der ausverkauften Dampferparade am Wochenende beteiligen sich von neun Dampfern sechs.

Bei der Frachtschifffahrt geht dagegen seit mittlerweile fast zwei Monaten nichts mehr. „Der Frachtverkehr findet zur Zeit nicht statt“, sagte Mandy Hofmann von den Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe am Mittwoch. Der niedrige Wasserstand reiche für die Schiffe nicht aus. Sie rechnet damit, dass sich in der Folge die Transportkosten erhöhen. Über die Elbe wird etwa Getreide aus Tschechien exportiert.

Das Niedrigwasser sei 2018 extrem, sagte der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Dresden, Klaus Kautz, am Mittwoch. Dauerhaft so niedrige Pegelstände habe es in Dresden seit 60 bis 70 Jahren nicht mehr gegeben. Trotz des Niedrigwassers sollten all jene, die in der Elbe schwimmen wollen, die Gefahren nicht unterschätzen. Er wies darauf hin, dass Schwimmer etwa zu Brücken und Hafeneinfahrten einen Abstand von mindestens 100 Metern halten müssen. Mitte Juli war ein Zehnjähriger in Dresden in der Elbe tödlich verunglückt.

Der niedrige Wasserpegel in der Elbe wird sich vorerst auch nicht ändern: Größere Regenmengen werden in den nächsten zehn Tagen in Sachsen und Tschechien nicht erwartet, wie Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig am Mittwoch sagte.

(dpa)