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Dresden erhält Schiffspokal zurück

Dresden. Nach mehr als 70 Jahren kehrt eine weitere Kostbarkeit aus dem Dresdner Ratsschatz an die Elbe zurück. Der im Frühjahr 2015 auf der Antiquitätenmesse in Maastricht (Niederlande) aufgetauchte Schiffspokal aus dem 17. dpa/pb

Jahrhundert konnte im Zuge eines Vergleichs mit Hilfe von zwei Stiftungen und Partnern von der Galerie Neuse in Bremen für eine sechsstellige Summe gekauft werden. Dort wird das Kunstwerk, ein Pokal in Form eines Segelschiffs aus Gold und Silber, am 20. Juni übergeben, teilten die Museen der Stadt Dresden mit. So endet eine Odyssee, die in den Nachkriegswirren 1945 an der Elbe begann.

"Der Schiffspokal ist damit dauerhaft für Dresden gesichert", sagte Museumsdirektor Gisbert Porstmann. Die Goélette, wie das Werk des Nürnberger Goldschmiedes Tobias Wolff in der Lost Art-Datenbank der Kriegsverluste bezeichnet wird, ist 37,20 Zentimeter hoch. Sie gehört zu einem millionenschweren, von Bürgern seit dem Jahr 1600 zusammengetragenen Konvolut, dem Ratsschatz. Er umfasst Venezianische Gläser, Goldpokale und -büchsen und gravierte Becher. Die insgesamt mehr als 100 Einzelteile waren bis 1945 im Rathauskeller gelagert und verschwanden dann.