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| 16:39 Uhr

Anschlag auf Dresdner Moschee
Bomben-Attentäter muss mehr als neun Jahre ins Gefängnis

Der Angeklagte (r.) im Prozess um einen mutmaßlichen Bombenanschlag auf eine Moschee wird im Landgericht in den Verhandlungssaal geführt. Fast zwei Jahre nach den Anschlägen auf eine Moschee und das Kongresszentrum vor der Zentralen Einheitsfeier in Dresden geht der Prozess gegen den Tatverdächtigen am Landgericht zu Ende.
Der Angeklagte (r.) im Prozess um einen mutmaßlichen Bombenanschlag auf eine Moschee wird im Landgericht in den Verhandlungssaal geführt. Fast zwei Jahre nach den Anschlägen auf eine Moschee und das Kongresszentrum vor der Zentralen Einheitsfeier in Dresden geht der Prozess gegen den Tatverdächtigen am Landgericht zu Ende. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Dresden. Rund zwei Jahre nach Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden hat das Landgericht der Landeshauptstadt am Freitag das Urteil gefällt: Wegen versuchten Mordes, der Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen und versuchter besonders schwerer Brandstiftung muss der 31 Jahre alte Täter acht Jahre und neun Monate in Haft.

Während des Prozesses hatte der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Er hatte am 26. September 2016 vor der Fatih-Camii-Moschee selbst gebaute Sprengsätze gezündet. Der Imam und seine Familie befanden sich in dem Gebäude, blieben aber unverletzt.

Anschließend löste der Täter am Dresdner Kongresszentrum ebenfalls eine Explosion aus. Beide Anschläge erfolgten kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Der Mann hatte sich zuvor auch an Pegida-Demonstrationen beteiligt.

(kna/uf)