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Domowina gegen Kürzungen beim Sorbisch-Unterricht

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Bautzen. Der Bundesvorstand der Domowina hat sich auf seiner letzten Tagung einstimmig dem Protest des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden des Landtags Brandenburgs bezüglich des Sorbisch-Unterrichts angeschlossen. Anlass ist die geplante neue Schulverordnung für den Sorbisch-Unterricht und Sorbisch im bilingualen Unterricht des Brandenburger Bildungsministeriums, teilt Pressesprecherin Bärbel Felber (Foto) mit. red

Der Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden und der Bundesvorstand der Domowina befürchten, dass die neue Schulverordnung zu einer Reduzierung des Angebots und Qualitätseinbußen führt. Der Bundesvorstand der Domowina fordert, an jeder Schule, wo es die Eltern wünschen, Sorbisch-Unterricht zu gewährleisten. "In diesem sensiblen Bereich dürfen keine Kürzungen zugelassen werden, sondern es muss alles dafür getan werden, dass alle Interessenten die Möglichkeit haben, ohne Widerstände Sorbisch zu lernen", sagt Felber.

Das Niedersorbische gehört zu den am meisten gefährdeten Sprachen Europas und ist nach der "Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen", die 1999 in Deutschland in Kraft trat, besonders geschützt. Der Bundesvorstand der Domowina sieht deshalb die Pläne des Ministeriums als kontraproduktiv.