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| 16:39 Uhr

Kriminalität
Intensivtäter hält sächsische Polizei auf Trab

Tatort Hauptbahnhof Dresden. Ein Sachse hat die Polizei mehr als zwei Tage lang beschäftigt.
Tatort Hauptbahnhof Dresden. Ein Sachse hat die Polizei mehr als zwei Tage lang beschäftigt. FOTO: Z1006 Matthias Hiekel / dpa
Dresden. Ein krimineller Intensivtäter hat die Polizei am zurückliegenden Wochenende in und um Dresden auf Trab gehalten. Der 63 Jahre alte Sachse kassierte innerhalb von nur 55 Stunden insgesamt elf Strafanzeigen.

Die aktenkundige kriminelle Tour des polizeibekannten Sachsen hatte bereits am Freitag, 9. März, begonnen. Gegen Mittag war er ohne Fahrschein im Zug von Bischofswerda nach Dresden unterwegs. Das Angebot der Zugbegleiterin einen Fahrschein nachzulösen, schlug der 63-Jährige aus. Stattdessen beleidigte er die Frau mehrfach. Hinzugezogene Bundespolizisten stellten außerdem fest, dass gegen den Beschuldigte ein generelles Beförderungsverbot des Eisenbahnverkehrsunternehmens bestand. Somit wurde das Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen und Beleidigung, um den Tatbestand Hausfriedensbruch ergänzt.

Am Sonnabendvormittag wurde der Mann erneut ohne Ticket im Zug aus Hof (Bayern) kommend festgestellt. Dort hatte sich der Mann in einer Zugtoilette versteckt, um der Fahrkartenkontrolle zu entgehen. Eine Strafanzeige wegen Erschleichens von Leistungen war die Folge.

Eine halbe Stunde später informierte die Verkäuferin eines Geschäfts im Hauptbahnhof in Dresden die Bundespolizei, dass eine ältere männliche Person soeben diversen Schmuck entwendet habe. Eingesetzte Beamte stellten erneut den 63-Jährigen fest. Bei der Durchsuchung wurden 25 Fingerringe, 1 Halskette und 7 Damenstrumpfhosen aufgefunden. Es erging eine Strafanzeige wegen Diebstahls.

Am Sonnabendnachmittag wurden die Beamten zum Versuch eines Betruges in eine andere Verkaufseinrichtung im Hauptbahnhof gerufen. Ein Mann hatte versucht mit einer EC-Karte diverse Waren im Wert von knapp 70 Euro zu erwerben. Als sich herausstellte, dass die Karte nicht funktionierte, war der Mann bereits mit den Waren verschwunden. Aufgrund der Beschreibung und weiterer Ermittlungen konnte auch hier der 63-Jährige als Täter identifiziert werden.

Im weiteren Verlauf des Nachmittages wurde der Mann noch zweimal wegen versuchten Erschleichens von Leistungen festgestellt. In der Endkonsequenz wurde gegen den 63-Jährigen ein Hausverbot für den Hauptbahnhof Dresden erteilt und ein Platzverweis für den Bahnhof ausgesprochen. Daran hielt sich der Dresdner.

Allerdings tauchte er am Sonntag nun am Bahnhof Dresden Neustadt auf. Gegen Mittag wurde der 63-Jährige durch den Ladendetektiv eines Drogeriemarktes beobachtet, wie er verschiedene Waren im Wert von knapp 37 Euro in seinen mitgeführten Beutel steckte und die Filiale verließ, ohne die Ware zu bezahlen. Ein Strafverfahren wegen Diebstahls wurde eingeleitet. Außerdem bestand gegen den Mann auch ein Hausverbot im Drogeriemarkt und für den Bahnhof Dresden Neustadt, sodass auch hier der Tatbestand um Hausfriedensbruch ergänzt wurde.

Zuletzt wurde der notorische Straftäter am Sonntag gegen 19.30 Uhr bei einem erneuten Diebstahlsversuch der exakt gleichen Ware im selben Drogeriemarkt festgestellt. Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Hausfriedensbruch wurden eingeleitet. Die Ermittlungen werden nun zusammengeführt und der Staatsanwaltschaft übergeben.

(red)