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| 01:31 Uhr

Diagnose Brustkrebs – ein Schock für viele

Frühzeitige Vorsorge kann Leben retten. Foto: ddp
Frühzeitige Vorsorge kann Leben retten. Foto: ddp FOTO: ddp
Dresden. Bisher werde das Angebot gut angenommen, erklärte Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) am gestrigen Mittwoch zufrieden. Seit Juli 2007 haben knapp 600 000 Frauen im Freistaat am Mammografie-Screening teilgenommen. Christine Keilholz

In 4000 Fällen lautete die Diagnose Brustkrebs. Das ist viel. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, jede Neunte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.

Allerdings führt die Krankheit inzwischen nicht mehr zwangsläufig zum Tod. Wird sie früh erkannt, kann auch früh behandelt werden. Deshalb trat Ministerin Clauß am Mittwoch in Dresden vor die Presse, um für das Mammografie-Screening zu werben. Mit dabei waren die Leiterin des Verbands der Ersatzkassen Sachsen, Silke Heinke, sowie die Mediziner Monika Majewski und Klaus Hamm. Die gemeinsame Botschaft: Die Vorsorgeuntersuchung ist in Sachsen flächendeckend eingeführt. Bei den Frauen erfreut sie sich großer Akzeptanz, wird aber noch nicht von allen genutzt.

Ziel ist es, alle Frauen zwischen 50 und 69 zum Mammografie-Screening zu bewegen. Denn gerade diese Altersgruppe ist besonders brustkrebsgefährdet. Durch frühzeitiges Erkennen kann die Lebenserwartung erkrankter Frauen verlängert werden. „Ich fordere alle Frauen auf, dieses Angebot auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen“, sagte Clauß und zeigte sich stolz, „dass es uns gelungen ist, das Mammografie-Screening in Sachsen flächendeckend einzuführen.“

Konkret bedeutet dies, dass Frauen an 18 Standorten sowie vier mobilen Einheiten in ganz Sachsen die Möglichkeit haben, sich dieser Röntgenuntersuchung zu unterziehen. Die Frauen werden dazu per Melderegister schriftlich eingeladen, die Befunde werden doppelt begutachtet. Alle anfallenden Kosten einschließlich der Beratung übernehmen die Krankenkassen. In Sachsen funktioniert dieses Verfahren laut Gesundheitsministerium gut.

2010 haben zwei Drittel der angeschriebenen Frauen auch tatsächlich am Screening teilgenommen. Bundesweit liegt die Erfolgsquote lediglich bei 53 Prozent. Ministerium, Ersatzkassen und Kassenärzte wollen die sächsische Quote nun gemeinsam kontinuierlich erhöhen.