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| 03:06 Uhr

Deinege löst Paulick als Oberbürgermeister ab

Siegfried Deinege wechselt von Bombardier als Oberbürgermeister ins Rathaus von Görlitz – so haben es die Görlitzer bei der gestrigen Wahl entschieden.
Siegfried Deinege wechselt von Bombardier als Oberbürgermeister ins Rathaus von Görlitz – so haben es die Görlitzer bei der gestrigen Wahl entschieden. FOTO: Jens Trenkler/ZB
Görlitz.. Die Görlitzer haben am Sonntag ein neues Stadtoberhaupt gewählt. In der Wahl setzte sich der von einem breiten Bündnis nominierte Herausforderer Siegfried Deinege gegen den Amtsinhaber Joachim Paulick durch. Deinege wird das Amt des Oberbürgermeisters am 1. Juli antreten. Anett Böttger

Der bisherige Bombardier-Manager Siegfried Deinege wird neuer Oberbürgermeister in Görlitz. Der parteilose Herausforderer von Amtsinhaber Joachim Paulick (ebenfalls parteilos) gewann die Wahl am Sonntag mit 69,8 Prozent der gültigen Stimmen. Ein Bündnis aus CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und dem Wählerverein "Bürger für Görlitz" hatte den 56-Jährigen nominiert. Paulick kam nach dem vorläufigen Endergebnis auf 30,2 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,9 Prozent.

Da es nur zwei Kandidaten gab, entschied sich bereits im ersten Wahlgang, dass Deinege den Amtsinhaber am 1. Juli im Rathaus der deutsch-polnischen Grenzstadt ablöst. Der Wahlsieger kündigte eine familienfreundliche Politik sowie einen Stilwechsel in Verwaltung und Stadtrat an. Deinege wohnt im Görlitzer Ortsteil Kunnerwitz. Der Vater zweier erwachsener Töchter leitete jahrelang das Werk des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier in der Neißestadt. Seine Laufbahn im traditionsreichen Görlitzer Waggonbau begann er 1979 als Schmiedeingenieur. 2010 wechselte er in die Geschäftszentrale des Konzerns nach Berlin.

Der 54-jährige Paulick war als unabhängiger Einzelbewerber für eine zweite Legislaturperiode angetreten. Im Jahr 2005 war er noch als Kandidat der CDU zum Oberbürgermeister von Görlitz gewählt worden. Im Streit um die Besetzung des Fraktionsvorsitzes im Görlitzer Kreistag war er jedoch 2008 aus der Partei ausgetreten.