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Defizite bei umweltfreundlichen Autos

Dresden. Sachsen hat aus Sicht der Grünen erhebliche Defizite bei der Vorbereitung auf das Ende des Erdölzeitalters. Der Freistaat sei auf die Situation „nicht vorbereitet“, kritisierte der Grünen-Wirtschaftsexperte Michael Weichert am Dienstag in Dresden. dapd/kr

Er bezog sich dabei auf Ergebnisse der Studie „Peak Oil – Herausforderungen für Sachsen“ des Büros für postfossile Regionalentwicklung Dresden im Auftrag der Grünen-Fraktion.

Der Wissenschaftler kritisierte, die Annäherung an das Ende der Öl-Förderung werde in den Entscheidungen von Politik und Wirtschaft bisher aber nicht angemessen berücksichtigt. Er verwies darauf, dass im Januar 2010 nur 0,09 Prozent der mehr als zwei Millionen Autos im Freistaat elektronisch betrieben worden seien.

Weichert forderte die Landesregierung auf, das Problem nicht auf die lange Bank zu schieben und Handlungsstrategien zu entwickeln. Es sollte dabei vor allem um die Frage gehen, ab wann Öl als Kraftstoff ersetzt werden könne.

Hintergrund der Untersuchung ist laut Weichert der sogenannte „Peak Oil“, der Höhepunkt der Erdölförderung. Diese Situation sei möglicherweise bereits 2006 eingetreten, heißt es in der Studie unter Berufung auf die Internationale Energieagentur. Weil im Freistaat aber kein Erdöl gefördert werde, sei das Land zu 100 Prozent auf Importe angewiesen.