• Wegen der Corona-Pandemie konnten 2020 die meisten Weihnachtsmärkte nicht stattfinden
  • In einigen Bundesländern wurde aber nun beschlossen: 2021 soll es anders sein
  • Sachsen wird erst Ende Oktober die nächste Corona-Verordnung beschließen – da soll es auch um Weihnachtsmärkte gehen
  • Am 12. Oktober sagte Sachsens Gesundheitsministerin: Es soll Ausnahmen für Weihnachten geben
Sachsen will in der Corona-Pandemie Ausnahmen für Weihnachtsmärkte und Bergparaden ermöglichen. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag (12. Oktober) nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe kann auf Regeln wie etwa 3G, Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept.

Corona-Schutzverordnung ab 21. Oktober

Das Kabinett hatte sich zunächst auf Eckpunkte für die neue Corona-Schutzverordnung verständigt - beschlossen werden soll diese nach Anhörungen in der nächsten Woche. Alle Details zur neuen Verordnung in Sachsen lest ihr hier nach:

Striezelmarkt 2021: Dresden plant mit dem Weihnachtsmarkt

In Dresden ist schon eine Ansage gemacht worden: Ab 22. November soll der berühmte Striezelmarkt in der Landeshauptstadt stattfinden. Geplant wird mit einem üblichen Programm, wie das Hygienekonzept aussehen könnte, war noch nicht klar.
Das Spektakel soll früher als üblich beginnen und bis zum Mittag des Heiligabend dauern. Dabei wird auf die Entertainment-Bereiche für Kinder verzichtet, Glühweinstände werden entzerrt und auch Pausen in den Programmen sollen helfen, Menschenansammlungen zu vermeiden und für Bewegung zu sorgen. Der Zeitplan für den Countdown steht: Am 30. Oktober kommt der Baum, Anfang November folgen Pyramide, Schwibbogen und Lichterengel, am 19. November ist Beleuchtungsprobe.
Der Dresdner Striezelmarkt gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt und lockt in normalen Jahren rund zwei Millionen Menschen aus dem In- und Ausland an. Vor allem auch Hersteller und Händler von Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge machen dort in der Vorweihnachtszeit einen Großteil ihres Umsatzes. Die 586. Ausgabe 2020 war trotz Anpassung des Hygiene- und Besucherkonzepts kurz vor Beginn doch abgesagt worden wegen des Infektionsgeschehens. Nur eine geschmückte Tanne und Riesen-Ausgaben von Pyramide, Schwibbogen und Lichterengel zeugten von der Tradition - verwaist auf dem Altmarkt.

Weihnachtsmärkte in Sachsen: Erzgebirge dringt auf Entscheidung

Bereits Ende September haben Veranstalter eine Entscheidung von der Landesregierung gefordert.
So haben sechs Erzgebirgsstädte von der Landesregierung Klarheit für die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr verlangt. Derzeit fehlten verlässliche Vorgaben, um Weihnachtsmärkte in Sachsen planen und umsetzen zu können, teilten die Kommunen Freiberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Olbernhau, Schneeberg und Schwarzenberg mit.
Die Städte haben Gesundheitsministerium Petra Köpping (SPD) um ein kurzfristiges Gespräch gebeten, um offene Fragen zu klären. Es sei zum Beispiel unklar, ob Einlasskontrollen oder Besucherzählungen nötig sein werden, mit welchen Abständen die Stände aufgebaut werden dürfen oder wie die traditionellen Bergparaden veranstaltet werden können. Das Ministerium teilte auf Anfrage mit, dass sich Köpping gerne mit den kommunalen Vertretern austauschen wolle.
Aus Sicht von Freibergs parteilosem Oberbürgermeister Sven Krüger drängt die Zeit. Bis Mitte Oktober müsse eine „verbindliche Sonderverordnung“ für die Weihnachtsmärkte her. Wenn die Bedingungen bis dahin nicht geklärt würden, sei eine Absage wie im vorigen Jahr die einzige Konsequenz.
„Unser Ziel ist es, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden können. Uns ist auch bewusst, dass den Händlern Planungssicherheit wichtig ist“, teilte das Ministerium mit. In der derzeit gültigen Corona-Schutzverordnung gebe es Regeln, unter denen zum Beispiel Herbstmärkte veranstaltet worden seien. Das Thema Weihnachtsmärkte werde bei der nächsten Verordnung „gesondert erörtert“. Die Kommunen erhielten wie bei jedem Entwurf Gelegenheit zur Stellungnahme.