Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen in Tschechien stuft die Bundesregierung das Nachbarland zu Sachsen am Sonntag vom Hochinzidenz- zum normalen Risikogebiet herunter. Damit entfällt die generelle Pflicht, bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte, wird auch das letzte Virusvariantengebiet in Europa heruntergestuft: Die französische Grenzregion Moselle ist dann wie auch der Rest Frankreichs nur noch Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet vor allem eine Entschärfung der Quarantäneregeln.

Corona Tschechien: Lage hat sich stark gebessert

Tschechien zählte Ende Januar zu den ersten 20 Ländern, die als Hochinzidenzgebiete mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche eingestuft wurden. Bis vor kurzem zählte das an Bayern und Sachsen grenzende Land zu den europäischen Corona-Hotspots. Zwischenzeitlich war Tschechien sogar als Virusvariantengebiet eingestuft und es wurden wieder stationäre Grenzkontrollen eingeführt; sie endeten aber bereits vor zwei Wochen.
Die Lage hat sich inzwischen dramatisch gebessert. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich in Tschechien nach aktuellen Zahlen weniger als 150 Menschen je 100.000 Einwohner an und die Regierung in Prag wagt vorsichtig erste Lockerungsschritte.

Tschechien ist jetzt Corona-Risikogebiet

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet nun, dass sich Einreisende aus Tschechien erst 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen müssen, was allerdings schwer zu kontrollieren ist.
Auf der Risikoliste des RKI gibt es ab Sonntag (02.05.2021) folgende weitere Änderungen:
  • Auch Bulgarien wird vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft.
  • Litauen und die Mongolei werden wegen steigender Infektionszahlen zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft.
  • Die Britischen Jungferninseln in der Karibik werden ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen.
  • In Norwegen wird eine Region neu als Risikogebiet eingestuft.