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CDU macht Druck für B 87-Ausbau

Cottbus. Brandenburgs CDU macht im Potsdamer Landtag Druck für den schnellen Ausbau der Bundesstraße 87, die von Leipzig durch das Elbe-Elster-Land, Süd- und Ostbrandenburg nach Frankfurt (Oder) führt. „Wir werden eine Initiative starten, damit diese Trasse wieder ins Blaue Netz aufgenommen wird und Priorität erlangt“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Genilke.

Der Finsterwalder Parlamentarier reagierte damit auf Fakten einer Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, wonach sich die Verkehrsdichte auf der transeuropäischen Verbindung bis zum Jahre 2025 mehr als verdoppeln soll. “Die Studie ist ein belastbarer Beweis dafür, dass der Verkehrsminister umdenken muss„, fügt Genilke hinzu. “Oder das Elbe-Elster-Land wird endgültig abgekoppelt.„ Immerhin sei Elbe-Elster der einzige Kreis im Land ohne Autobahnanschluss.

Der Potsdamer Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat in einer ersten Stellungnahme zugesichert, die Zahlen zur Verkehrsentwicklung bis 2025 auf der B 87 prüfen zu lassen. “Wir werden uns die IHK-Studie genau ansehen„, betonte er. Nach Ministeriumsschätzungen würde ein vierspuriger Ausbau der Bundesstraße etwa 400 Millionen Euro kosten. Diese Zahl würde eine deutliche Sprache sprechen, erklärte Ministeriumssprecher Lothar Wiegand. “Das ist nicht finanzierbar.„

Zugleich hebt Wiegand hervor, dass das Land die B 87 fit machen würde. So seien Ortsumfahrungen für 200 Millionen Euro - darunter Luckau, Beeskow, Müllrose - gebaut worden. In Lübben würden die Planungen für die Umfahrung der Spreewaldstadt vorangetrieben.

Der Leiter des Forums Infrastruktur der Energieregion Lausitz, Stephan Loge (SPD), hatte bereits bei der Vorstellung der Studie darauf verwiesen, dass Brandenburg gegenüber Sachsen Nachholbedarf habe. Von Leipzig bis Torgau seien mit dreispurigen Fahrbahnen die Strukturen klar erkennbar. “Im Land Brandenburg brechen sie ab„, erklärte der Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises. Ch. Taubert