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| 03:05 Uhr

Bundesratsinitiative zu Windrädern

Oberschleißheim. Bayern und Sachsen wollen die Abstände von Windrädern zu Wohnhäusern vergrößern. Dazu starten sie eine Bundesratsinitiative, wie die Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung beider Staatsregierungen im Neuen Schloss Schleißheim bei München mitteilten. dpa/uf

Als Richtschnur für den Abstand soll das Zehnfache der Höhe eines Windrades gelten. Bei einem 200 Meter hohen Windrad wären dies zwei Kilometer. Dazu muss aber das Baugesetzbuch eine Länderöffnungsklausel erhalten.

"Wir wollen Windkraft, aber wir wollen auch unsere wunderschöne Landschaft nicht beeinträchtigen oder gar beschädigen", erläuterte Seehofer. Er ließ keinen Zweifel, dass in Bayern genügend Flächen für Windräder zur Verfügung stehen. Es komme aber auf die richtigen Standorte an. "Sie können auch ein Haus nicht hinstellen, wo sie wollen." Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ergänzte: "Wir brauchen die Windkraft, aber sie muss umweltverträglich ausgestaltet sein."

Beide Regierungschefs bekräftigten, am Ausbau der Windkraft festzuhalten. Seehofer sprach von bis zu 1500 Windrädern in Bayern. Tillich ergänzte, die Energiewende müsse aber auch bei der Bevölkerung im ländlichen Raum akzeptabel sein. Außerdem müssten nicht alle Windräder "in den nächsten beiden Jahren" gebaut werden. Denn die Technik schreite bei der Windenergie so rasch voran, dass in einigen Jahren vielleicht niedrigere Windräder ausreichten.