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Brandserie in Sachsen aufgeklärt

FOTO: Uli Deck (dpa)
Görlitz. 21-Jährige gesteht, zahlreiche Brände im Raum Radeberg/Wachau gelegt zu haben und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Der Sachschaden und die Einsatzkosten belaufen sich auf rund 14 000 Euro. red/fh

Nach umfangreichen Ermittlungen hat der Kriminaldienst des Polizeireviers Kamenz eine Brandserie im Raum Radeberg/Wachau aufgeklärt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Görlitz.

Seit Beginn des Jahres waren die örtlichen Feuerwehren und die Polizei immer wieder zu Bränden von Strohballen, Mülltonnen, Wald und Unrat auf dem ehemaligen "Industriegelände Eschebach" gerufen worden. Auch eine Gartenlaube und einige Müllbehälter waren Raub der Flammen geworden.

Eine 21-jährige Frau, die in der jüngeren Vergangenheit schon im Raum Cottbus mit vergleichbaren Straftaten in Erscheinung getreten war, gestand mit detailliertem Täterwissen zahlreiche Straftaten, davon drei Verbrechen, heißt es weiter. Dabei sollen Sachschäden und Einsatzkosten von mindestens 14.000 Euro entstanden sein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz hat der Haftrichter am Amtsgericht Bautzen letzte Woche Untersuchungshaft gegen die Beschuldigte wegen 17 Straftaten angeordnet. Gegen sie wird unter anderem wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und versuchter Sachbeschädigung ermittelt.

Allein Brandstiftung ist mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bedroht. Es kommt hier auch, da die Beschuldigte bei Beginn der Taten erst 20 Jahre alt war, die Verhängung von Jugendstrafe in Betracht.