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Brandanschlag auf Bautzener "Husarenhof": Ermittlungen eingestellt

Das ehemalige Hotel "Husarenhof".
Das ehemalige Hotel "Husarenhof". FOTO: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild)
Dresden. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat ihre Ermittlungen gegen drei Verdächtige im Fall des Brandanschlags auf den Bautzener Husarenhof eingestellt. Der Vorwurf der schweren Brandstiftung habe sich nicht erhärtet, teilte die Behörde am Mittwoch in Dresden mit. dpa/SvD

Das ehemalige Hotel „Husarenhof“ war im Februar vergangenen Jahres in Flammen aufgegangen, kurz bevor es als Flüchtlingsunterkunft von Asylbewerbern bezogen werden sollte. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil Schaulustige unverhohlen ihre Freude über das Feuer zum Ausdruck brachten.

Der Verdacht gegen die drei habe sich vor allem aus der Aussage eines einzelnen Zeugen ergeben, so die oberste sächsische Anklagebehörde. Dieser habe die Tat aber nicht selbst beobachtet. Weitere Vernehmungen hätten diese Angaben „vom Hörensagen“ dann nicht bestätigt oder sogar widerlegt.

"Auch die Durchsuchungen und die Auswertung objektiver forensischer Spuren - wie zum Beispiel Fingerabdrücke, DNA-Spuren et cetera - sowie weiterer Beweismittel führten nicht zum Nachweis einer Tatbeteiligung der Beschuldigten", meinte ein Sprecher. Weitere Ermittlungsansätze bestünden derzeit nicht.