| 17:11 Uhr

LKA-Ermittlungen
Brand mit Schwerverletzten in Plauen

Plauen/Dresden. In einem von Südosteuropäern bewohnten Haus in Plauen bricht nachts Feuer aus. Die Hälfte der Mieter muss ins Krankenhaus, vier Menschen mit schweren Verletzungen. Das Landeskriminalamt ermittelt.

19 Menschen sind bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Plauen (Vogtland) in der Nacht zum Samstag verletzt worden, vier von ihnen schwer. Die vier Patienten wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in Dresden teils mit Hubschraubern in Spezialkliniken in Dresden, Leipzig und Halle (Sachsen-Anhalt) gebracht, die anderen in umliegende Krankenhäuser.

Das Gebäude wurde evakuiert, die Feuerwehr brachte etwa 40 Menschen in Sicherheit. 14 von ihnen, darunter viele Kinder, verbrachten den Rest der Nacht in einer Notunterkunft.

Das LKA hat die Ermittlungen übernommen, da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, wie ein Sprecher in Dresden sagte. Das Feuer war aus bisher unbekannten Gründen im Erdgeschoss ausgebrochen. „Ermittelt wird aktuell in alle Richtungen, auch wegen möglicher Brandstiftung.“

Laut einem Bericht der Online-Ausgabe der „Freien Presse“ leben Südosteuropäer in dem Haus. Bei dem Einsatz wurden danach auch zwei Feuerwehrmänner leicht verletzt. Insgesamt waren 50 Rettungskräfte mit neun Wagen und mehreren Notärzten im Einsatz. Einige der obdachlos gewordenen Hausbewohner kamen bei Verwandten unter. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Traumatisierte, hieß es.

(dpa)