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| 11:22 Uhr

Wohnhausbrand in Leipzig
Tatverdächtigem wird Mord vorgeworfen

Nach dem Brand in einem Wohnhaus in der Wurzener Straße in Leipzig wurde ein Mann festgenommen. Dem Tatverdächtigem wird Mord vorgeworfen.
Nach dem Brand in einem Wohnhaus in der Wurzener Straße in Leipzig wurde ein Mann festgenommen. Dem Tatverdächtigem wird Mord vorgeworfen. FOTO: Hendrik Schmidt / dpa
Leipzig. Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig mit einer Toten und vielen Verletzten sind die genauen Vorwürfe gegen den Tatverdächtigen bekannt geworden. Dem 32 Jahre alten Mann werden Mord, versuchter Mord und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der tatverdächtige Hausbewohner aus Syrien sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft.

Bei dem mutmaßlich vorsätzlich gelegten Feuer in der Nacht zu Karfreitag sind 16 Menschen verletzt worden. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde in der vierten Etage eine Leiche gefunden. Nach vorläufigen Obduktionsergebnissen vom Samstag handelt es sich um eine Frau. Die genaue Identität konnte noch nicht geklärt werden.

Auch bei einem Schwerverletzten versuche die Polizei weiterhin, die Identität zu ermitteln. Der Mann kam nach dem Feuer in ein Krankenhaus. Sein Zustand war am Samstagabend sehr kritisch, wie ein Polizeisprecher sagte.

Das vom Feuer fast völlig zerstörte Wohnhaus bleibe nach Rücksprache mit Statikern mindestens bis Dienstag gesperrt, so der Sprecher. Erst nach einer Freigabe könne vor Ort weiter nach der Brandursache ermittelt werden.

Die Bewohner des fünfstöckigen Gebäudes, in dem überwiegend Ausländer lebten, kamen bei Verwandten und Freunden unter oder wurden von der Stadt untergebracht.

(dpa)