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| 11:56 Uhr

Explosionsgefahr größer als erwartet
Bombenentschärfung in Dresden stockt

Dresden. Der Zweite Weltkrieg hinterlässt bis heute seine Spuren. Ein Blindgänger in Dresden sorgt für Chaos. Tausende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Und dann tauchen plötzlich noch ganz andere Probleme auf. dpa

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Dresden ist am Mittwoch ins Stocken geraten. Wie die Polizei mitteilte, mussten die Arbeiten unterbrochen werden, nachdem der mechanische Zünder freigelegt worden war. Nach Einschätzung der Experten sei die Explosionsgefahr höher als erwartet. Über das weitere Vorgehen sollte nach einer Beratung entschieden werden.

Zuvor waren die Evakuierungen für die Entschärfung der Fliegerbombe abgeschlossen worden. Laut Polizei waren die letzten Betroffenen kurz vor 10.00 Uhr aus dem Sperrgebiet in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt waren 8700 Menschen von der Evakuierung betroffen. Nachdem die Polizei noch einmal den Sicherheitsbereich kontrolliert hatte, begannen die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung des Blindgängers.

Die fünf Zentner schwere Bombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg war am Vortag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Eine bereits für die vergangene Nacht geplante Entschärfung hatte sich wegen der umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen verzögert. Vor allem die Räumung einer geriatrischen Klinik und zweier Seniorenheime hatte viel Zeit erfordert. Fast 1300 Menschen wurden in einer Notunterkunft in der Messe Dresden aufgenommen, teilte die Polizei mit.