Der französische Bahn-Hersteller Alstom hat Gespräche über eine Übernahme des Zuggeschäfts seines kriselnden Rivalen Bombardier bestätigt. Die Verhandlungen mit den Kanadiern liefen noch, und es gebe noch keine endgültige Entscheidung, teilte Alstom am Montag in Saint-Ouen-sur-Seine mit. Bei dem erwogenen Deal geht es den Angaben zufolge um den Kauf der gesamten Sparte Bombardier Transportation.

Bautzen/Berlin

Das „Handelsblatt“ hatte bereits vergangene Woche über das Vorhaben berichtet. Unter Berufung auf Branchenkreise nannte die Zeitung einen Kaufpreis von sieben Milliarden Euro. Alstom machte dazu keine Angaben. Der hoch verschuldete Bombardier-Konzern hatte bei seiner Bilanzvorlage am Donnerstag lediglich bestätigt, weitere Möglichkeiten zum Schuldenabbau zu prüfen. 2019 war der Flugzeug- und Zughersteller auch wegen Problemen im Zuggeschäft tief in die roten Zahlen gesackt.