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| 01:04 Uhr

Bodenverwerter haben über die Hälfte der Flächen verkauft

Leipzig.. Mehr als die Hälfte der ehemals volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen in Sachsen sind bislang privatisiert worden.

Seit 1992 wurden 106 000 Hektar der Äcker, Wiesen und Wälder im Freistaat verkauft oder verpachtet, teilte die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG/Berlin) gestern in Leipzig mit. Trotz der Folgeschäden der Flutkatastrophe 2002 und der Dürre 2003 habe die sächsische BVVG im vergangenen Jahr 44,8 Millionen Euro erzielt. Das seien 7,5 Prozent mehr als geplant, sagte Niederlassungsleiter Erhard Hahn. 2004 sollen 42,7 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
Von ehemals 200 000 Hektar Land hat der Immobilien-Dienstleister des Bundes noch rund 71 000 Hektar Agrarflächen und 23 000 Wald zu privatisieren. Im laufenden Jahr sollen davon rund 6140 Hektar Acker-und Grünland verkauft werden. 200 Hektar davon sollen erstmals bevorzugt an kleinere und weniger finanzstarke Betriebe wie Ökobauern oder Winzer gehen. In ganz Ostdeutschland sind laut Hahn 2000 Hektar auf Veranlassung der Bundesregierung für das Projekt vorgesehen.
2003 verkaufte die BVVG in Sachsen 5300 Hektar Agrarland, davon 78 Prozent an ortsansässige Bauern. (dpa/mb)