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Blühende Landschaften im Erzgebirge

Mehr als 350 000 Pflanzen wachsen allein auf dem Gelände eines Ex-Rangierbahnhofes aus der Zeit des Steinkohleabbaus in der Region.
Mehr als 350 000 Pflanzen wachsen allein auf dem Gelände eines Ex-Rangierbahnhofes aus der Zeit des Steinkohleabbaus in der Region. FOTO: dpa
Oelsnitz. Lichtenstein, Zittau, Großenhain, Oschatz, Reichenbach und Löbau waren in den vergangenen Jahren zuvor Gastgeber: Ab Samstag lädt Oelsnitz zur Landesgartenschau ins Erzgebirge ein. dpa/uf

Mit Steigerlied, buntem Programm und einem Rundgang mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) öffnet am morgigen Samstag in Oelsnitz die 7. Sächsische Landesgartenschau offiziell für Besucher. Seit Mitte des Jahres 2013 wurde das rund 15 Hektar große Areal eines ehemaligen Verschiebe- und Verladebahnhofs aus der Zeit des Steinkohlebergbaus in eine Garten- und Parklandschaft verwandelt.

In den Umbau wurden insgesamt 14 Millionen Euro von Land, EU und Kommune investiert. Die Veranstalter hoffen auf rund 300 000 Besucher. Zur vorhergehenden Gartenschau 2012 in Löbau kamen rund 480 000 Gäste.

Auf zusammen etwa 4000 Blumenbeet-Quadratmetern blühen zu dieser Jahreszeit vor allem Hornveilchen, Stiefmütterchen, Tausendschön, Ranunkeln und Tulpen. Die Farben wechseln von Rot und Weiß - den Stadtfarben von Oelsnitz - zu Bordeaux, Blau und Gelb.

Mit Attraktionen wie Freilandorchideen, Steingartenpflanzen oder Sonderschauen zum Bonsai und zu Fuchsien wollen die Veranstalter in den nächsten Monaten Besucher anlocken. Auch eine angrenzende Kleingartenanlage wurde in die Schau einbezogen.

Vor allem in der 600 Quadratmeter großen Blumenhalle wird noch gewerkelt. Diese wird erst kurz vor der Eröffnung fertig. Dort sind bis zum Finale am 11. Oktober 16 wechselnde Ausstellungen geplant.

Vom "Erzgebirgsbalkon" im Gartenbereich können die Besucher wie auf einer Aussichtsplattform den Blick über das Erzgebirgsvorland schweifen lassen. Von dort führen Parterres hinab in eine Teichlandschaft. Dieser Teil des Geländes ist laut Veranstalter klassischen Parkanlagen nachempfunden.

Zu den Besonderheiten gehört ein neu gebautes Gradierwerk. Dort soll künftig salzhaltiges Wasser aus den Hohlräumen des ehemaligen Steinkohlebergbaus unter dem Gelände versprüht werden. Die Luft der Umgebung soll so Eigenschaften von Meeresluft annehmen und heilende Wirkung entfalten.

Zusätzliche Besucher erhoffen sich die Veranstalter aus der tschechischen Partnerstadt Chodov (Chodau) jenseits der Grenze. Es wird einen "Chodov-Tag" geben, auf dem Gelände befindet sich ein deutsch-tschechischer Begegnungsplatz mit Infos zu beiden Städten.

Landesgartenschauen gibt es in Sachsen seit dem Jahr 1996. Künftig sollen sie alle vier Jahre veranstaltet werden. Bisher waren drei Jahre die Regel. Die 8. Landesgartenschau 2019 wurde an Frankenberg (Mittelsachsen) vergeben.

Weitere Informationen

unter landesgartenschau-

oelsnitz.de/