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Blitzeinschläge und Unwetter – April meldet sich zurück

Chemnitz/Dresden. Der April hat sich in Sachsen mit teils heftigem Regen und Unwettern zurückgemeldet. In der Chemnitzer Region mussten Polizei und Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. dpa/roe

Schlammlawinen und überschwemmte Straßen sorgten am Montag unter anderem in Wiesa und in Annaberg-Buchholz für Verkehrsbehinderungen, in Naundorf bei Freiberg rutschte ein Hang ab.

Blitzeinschläge verursachten insgesamt vier Brände in der Region. Im erzgebirgischen Cranzahl schlug ein Blitz in ein Firmengebäude ein und verursachte einen Schaden von mehreren Tausend Euro, in den Dachstühlen von zwei Wohnhäusern in Brand-Erbisdorf und Halsbrücke brach Feuer aus. Bei einem Brand nach einem Blitzeinschlag in einem Stall in Oelsen (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) wurden vier Menschen leicht verletzt. In dem Stall waren Rinder untergebracht. Zwei Menschen verletzten sich bei der Rettungsaktion, auch zwei Feuerwehrmänner erlitten leichte Verletzungen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war vor allem die Region zwischen Vogtland und Erzgebirge sowie das Lausitzer Bergland von den Unwettern betroffen. Ein DWD-Sprecher sprach von einem "massiven Temperaturrückgang". In Chemnitz zeigte das Thermometer am Dienstagmittag nur null Grad an, die Schneefallgrenze sank auf bis zu 400 Meter. Oberhalb von 600 Metern habe sich vielerorts eine geschlossene Schneedecke gebildet, hieß es. In der Nähe von Belgern fielen zwei Zentimeter große Hagelkörner vom Himmel. In der Nacht zum Mittwoch sollte das Niederschlagsgebiet Richtung Osten abziehen.