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Blitz-Marathon beendet - Sachsen waren vorbereitet

Ein Polizist steht am 16.04.2015 mit einer Laserpistole vom Typ FG21-P des Herstellers Riegl an einer Straße in Aachen (Nordrhein-Westfalen) und kontrolliert die vorbeifahrenden Fahrzeuge. Mit einem europaweiten Blitzmarathon will die Polizei die Verkehrsteilnehmer für vorschriftsmäßige Fahrweise sensibilisieren. Foto: Marius Becker/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Polizist steht am 16.04.2015 mit einer Laserpistole vom Typ FG21-P des Herstellers Riegl an einer Straße in Aachen (Nordrhein-Westfalen) und kontrolliert die vorbeifahrenden Fahrzeuge. Mit einem europaweiten Blitzmarathon will die Polizei die Verkehrsteilnehmer für vorschriftsmäßige Fahrweise sensibilisieren. Foto: Marius Becker/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Marius Becker (dpa)
Dresden. Die Polizei hofft, dass sich die Autofahrer auch weiter an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und nicht nur beim Blitz-Marathon. Denn auf den waren sie offensichtlich vorbereitet. dpa

Nach 18 Stunden ist der europaweite Blitz-Marathon um Mitternacht in Deutschland zu Ende gegangen. Am Freitag will die Polizei Bilanz ziehen. In Sachsen zeigten erste Umfragen, dass die Autofahrer sich auf die großangelegten Geschwindigkeitskontrollen eingestellt hatten. So könnte die Zahl der gemessenen Verstöße am Ende noch geringer ausfallen als beim letzten Blitz-Marathon im September.

Wichtig sei, dass die Autofahrer nicht nur während der angekündigten Blitz-Aktionen die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhielten, „sondern auch für die nächsten Wochen und Monate“, sagte Jana Ulbricht von der Polizeidirektion Dresden.

Nach wie vor ist überhöhte Geschwindigkeit auch in Sachsen eine der Hauptunfallursachen. So waren nach Angaben des Innenministeriums 2013 mit nahezu 100 Opfern fast die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle auf zu hohes Tempo zurückzuführen.

Während sich insgesamt sowohl die Zahl wie auch die Schwere der Verstöße zumeist im Rahmen hielten, war in Bernsdorf in der Oberlausitz ein Wagen mit 103 statt der erlaubten 50 km/h unterwegs. Dem Fahrer drohen nun zwei Monate Fahrverbot, 280 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg.

Der Blitz-Marathon hatte am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr in Deutschland und 21 weiteren europäischen Ländern begonnen. 480 Beamte der Landespolizei waren in Sachsen im Einsatz, hinzu kamen die örtlichen Dienststellen. Wegen der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes in den Schweizer Alpen am Freitag in Köln hatten sich die Länder darauf verständigt, die ansonsten auf 24 Stunden angelegte Aktion diesmal um Mitternacht zu beenden.