| 02:40 Uhr

Bildermuseum Leipzig zeigt "Emil Nolde und die Brücke"

Im Museum der bildenden Künste betrachtet eine Frau "Verspottung" von Emil Nolde von 1909. "Brücke"-Mitglied war er da schon nicht mehr.
Im Museum der bildenden Künste betrachtet eine Frau "Verspottung" von Emil Nolde von 1909. "Brücke"-Mitglied war er da schon nicht mehr. FOTO: dpa
Leipzig. Sie gehören zu den bedeutendsten Künstlern des Expressionismus in Deutschland: Emil Nolde (1867-1956) und die Mitglieder der Dresdner Gruppe "Brücke". Ihnen ist eine Ausstellung gewidmet, die am Samstag im Museum der Bildenden Künste in Leipzig mit Gästen eröffnet wird und ab Sonntag dem Publikum offensteht. dpa/bl

Sie versammelt nach Museumsangaben erstmals in einem größeren Umfang Frühwerke von Nolde und von Mitgliedern der "Brücke" in einer gemeinsamen Ausstellung. "Wir wollen zeigen, wie sich die Künstler gegenseitig inspiriert haben und wie sie mit vergleichbaren Sujets umgegangen sind", sagte am Freitag Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt. Nolde selbst sei von Frühjahr des Jahres 1906 bis zum Herbst des folgenden Jahres Mitglied der Dresdner Künstlergemeinschaft gewesen. Die Ausstellung in Leipzig versucht, diese kunsthistorisch bedeutsame Etappe thematisch aufzuarbeiten.

"Es war sehr schwierig, diese Ausstellung zu kuratieren", sagte Kurator Marcus Hurttig. Denn es sollten Arbeiten - etwa von Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Erich Heckel (1883-1970) oder auch Max Pechstein (1881-1955) - zu sehen sein, die die erste Phase der "Brücke" abbildeten.

Die Ausstellung "Emil Nolde und die Brücke" ist bis zum 18. Juni in Leipzig und danach in Kiel zu sehen.