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Beträchtliche Sturmschäden in Wäldern

Ein Forstarbeiter beseitigt am 10.06.2010 nahe dem sächsischen Radeberg in der sogenannten "Landwehr" die Sturmschäden eines Tornados
Ein Forstarbeiter beseitigt am 10.06.2010 nahe dem sächsischen Radeberg in der sogenannten "Landwehr" die Sturmschäden eines Tornados FOTO: Matthias Hiekel (dpa-Zentralbild)
Leipzig. An die Verwüstungen des Orkans "Kyrill" kommen die Unwetter der jüngsten Zeit zwar nicht heran. Trotzdem gibt es lokal schwere Schäden. dpa/bob

Gewitter und Sturmböen haben dem sächsischen Wald im Juni arg zugesetzt. Vor allem im nördlichen Landesteil seien Bäume umgeknickt oder entwurzelt worden, sagte der Sprecher des Staatsbetriebs Sachsenforst, Klaus Kühling. „Es sind schon einige Tausend Kubikmeter Schadholz, die da anfallen werden.“ Er rechne mit 30 000 bis 50 000 Kubikmetern. Zum Vergleich: Um ein Einfamilienhaus mit einem Kamin zu heizen, brauche man pro Jahr rund fünf bis zehn Kubikmeter.

Teils seien auf größeren Flächen ganze Bestände umgeknickt, berichtete Kühling. „Es gab lokal Anzeichen von Tornados.“ Die Schäden seien aber viel geringer ausgefallen als beispielsweise nach dem verheerenden Sturm „Kyrill“ im Jahr 2007. Hauptsächlich waren Waldstücke in Privateigentum betroffen.

Kühling warnte Spaziergänger davor, beschädigte Waldabschnitte zu betreten. Es könnten Äste abbrechen oder weitere Bäume umfallen. Private Waldbesitzer sollten bei der Wiederaufbereitung ihrer Bestände Profis zurateziehen. Der Staatsbetrieb Sachsenforst biete dabei Unterstützung an.

Die großen Regenmengen der vergangenen Tage hätten dem Wald gutgetan, stellte der Sprecher fest. "Wir als Förster sind für Regen immer dankbar.“ Sachsenweit sei die Waldbrandgefahr nun vorläufig gebannt. Auch den rund sechs Millionen in diesem Jahr neu gepflanzten Bäumen habe das Wasser gut getan.