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| 14:44 Uhr

Kino
Besucherrekord beim Neiße Filmfestival

Publikumspreis für den besten Langfilm des Festivals: „Muhi – Generally Temporary“ von Rina Castelnuovo-Hollander und Tamir Elterman (IL/DE)
Publikumspreis für den besten Langfilm des Festivals: „Muhi – Generally Temporary“ von Rina Castelnuovo-Hollander und Tamir Elterman (IL/DE) FOTO: Neißefilmfestival
Zgorzelec. Die slowakisch-tschechische Produktion „Nina“ von Juraj Lehotský hat den Hauptpreis beim 15. Neiße Filmfestival im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien gewonnen. „Der Gewinner überzeugt durch seine einfühlsame und authentische Sichtweise auf ein Kind, das mit den Nachwirkungen der Trennung seiner Eltern zu kämpfen hat“, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Samstagabend vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) im „Haus der Kultur“ im polnischen Zgorzelec überreicht. Dazu gehört eine Skulptur - der „Neiße-Fisch“. dpa/uf

Die slowakisch-tschechische Produktion „Nina“ von Juraj Lehotský hat den Hauptpreis beim 15. Neiße Filmfestival im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien gewonnen. „Der Gewinner überzeugt durch seine einfühlsame und authentische Sichtweise auf ein Kind, das mit den Nachwirkungen der Trennung seiner Eltern zu kämpfen hat“, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Samstagabend vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) im „Haus der Kultur“ im polnischen Zgorzelec überreicht. Dazu gehört eine Skulptur - der „Neiße-Fisch“.

Am Sonntag ging das Festival mit einem Besucherrekord zu Ende. Mehr als 7000 Gäste kamen zu den Veranstaltungen, bei denen nicht nur gut 120 Filme in drei Wettbewerben zu sehen waren. Das Programm enthielt auch Ausstellungen, Konzerte, Workshops und eine Fachtagung. 19 Orte in Deutschland, Polen und Tschechien waren eingebunden. Die Veranstalter vom Kunstbauerkino Großhennersdorf zogen am Pfingstmontag zufrieden Bilanz. „Die stetig wachsende Resonanz von Zuschauern und Filmschaffenden und das durchgehend positive Feedback sind unser Applaus und bestätigen uns in unserer Arbeit“, hieß es in einer Mitteilung.

Den Preis für die beste darstellerische Leistung erhielt Barbara Auer für ihre Rolle in „Vakuum“ von Christine Repond. Darin spielt sie eine Ehefrau, die während der Vorbereitungen auf ihren 35. Hochzeitstag erfährt, dass sie HIV-positiv ist und dass ihr Mann sie jahrelang mit Prostituierten betrogen hat. Den Preis für das beste Szenenbild vergab die Jury an Radosław Zielonka für seine Arbeit an der polnischen Produktion „Cicha noc„ („Stille Nacht„) von Piotr Domalewski. Als bester Dokumentarfilm wurde „Familienleben“ von Rosa Hannah Ziegler ausgezeichnet, als bester Kurzfilm der Animationsfilm „Him & Her“ von Nathalie Lamb. Zu den weiteren Geehrten zählt auch der Regisseur Christian Petzold, der einen Ehrenpreis entgegennahm.

Auch das Publikum konnte wählen: Der Publikumspreis für den besten Langfilm ging an den israelisch-deutschen Dokumentarfilm „Muhi – Generally Temporary“ von Rina Castelnuovo-Hollander und Tamir Elterman. Beliebtester Kurzfilm bei den Zuschauern war die polnische Produktion „Wolka“ von Radosław Dąbrowski. Das nächste Neiße Filmfestival findet vom 7. bis 12. Mai 2019 statt.